Video lässt mithören

Kater dürfte in Siedlung erschossen worden sein

Burgenland
07.06.2024 06:00

Kater „Timo“ hatte keinen leichten Start ins Leben. In Bulgarien geboren, wurde er von den Pfotenrettern nach Österreich geholt. Hier fand er in Großhöflein (Burgenland) eine liebevolle Familie, die „Timo“ jetzt auf grausame Weise verloren hat. 

Die Geschichte ist eigentlich unfassbar. Dabei hatte sie so schön begonnen: Ein kleiner Kater wird aus Bulgarien gerettet, kommt nach Österreich und findet bei Familie Huf in Großhöflein ein liebevolles Zuhause. „Timo“ ist lieb, verschmust, besucht die Nachbarn, spielt mit den Katzen in der Umgebung und fühlt sich in seinem Zuhause sauwohl.

Bis er auf einmal verschwand. „Es ist in der Nacht von 28. auf 29. April passiert“, schildert Julia Huf. Sie ist noch immer schockiert, was sie herausfinden musste. Als der Kater verschwand, war sie auf Urlaub. Ihre Eltern fütterten „Timo“, kümmerten sich um ihn. Und machten sich riesige Sorgen, als er auf einmal nicht mehr auftauchte. Sie suchten, riefen, fragten Nachbarn, ob sie „Timo“ gesehen hätten. Aber alles Fehlanzeige!

Überwachungsvideo zeigte grausame Wahrheit
„Meine Eltern haben vermutet, dass die Jäger ihn erschossen haben, aber das glaube ich nicht. Alle Jäger kennen unseren ,Timo‘ und die Katzen aus unserer Umgebung. Denen tun sie nichts“, ist Julia Huf überzeugt. Also machte sich Julia daran, das Material der Videokamera auszuwerten.

Sie sah die Samtpfote vor dem Carport, das die Videokamera abdeckt herumspazieren, wie er mit anderen Katzen davor spielte und auch, wie er davon schlendert. „Dann kam er wieder nach Hause und ist nach ein paar Minuten wieder raus“, erzählt die junge Frau.

Timo fühlte sich in seinem Zuhause sehr wohl.
Timo fühlte sich in seinem Zuhause sehr wohl.(Bild: Huf)

Dann die unfassbaren Szenen: Man hört Mopedgeräusche und auf einmal drei Schüsse.

„Wenn man die Gegend kennt, weiß man allein nach den Geräuschen, wo die Mopeds gefahren sind. Das war genau der Weg, den ,Timo‘ auch immer geht“, ist Julia Huf entsetzt. „Als ich die Schüsse gehört habe, ist mein Herz stehen geblieben.“

 Die junge Frau kämpft um Fassung. Und muss nach einer halben Stunde per Videoaufnahme noch sehen, wie ihr Kater nach Hause kommt. Er schleppt sich in den Garten. Taumelt. Fällt hin. Er hat sichtliche Schmerzen.

Gezielt auf Jagd nach Katzen gemacht?
Dann ist er aus dem Bild. Wo das Tier hingekommen ist, weiß bis heute niemand. Fakt ist, er ist weg. „Das Video war der Horror“, ist Julia Huf noch immer geschockt. Sie hofft, dass jemand etwas gesehen hat. An die Variante mit den Jägern, glaubt sie immer noch nicht. Eher, dass sich jemand anderer gezielt auf die Jagd nach den Katzen gemacht hat. 

 Anzeige wurde erstattet. „Bitte. Wenn jemand etwas bemerkt hat, gehen Sie zur Polizei“, bittet sie inständig. „Timo war ein Familienmitglied. Wir vermissen ihn jeden Tag.“

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