BHAK Stegersbach

Wie drei Schüler zu Lebensrettern wurde

Burgenland
30.01.2026 09:00

Drei Schüler wurden innerhalb eines Jahres durch eine Stammzellenspende zu Lebensrettern. Rudolf Meran nach einer Typisierung direkt an der Schule, Felix Drexler und Nico Toth nach Registrierungen an anderer Stelle. Jetzt ist die BHAK/BHAS offiziell Burgenlands erste Lebensretter-Schule.

Die BHAK/BHAS Stegersbach ist offiziell die erste Lebensretter-Schule des Burgenlands. Seit dem Vorjahr wurden dort gleich drei Schüler nach einer Typisierungsaktion zu Stammzellspendern. Ausgezeichnet wurde die Schule vom Verein Geben für Leben, der sich zum Ziel gesetzt hat, jährlich rund 30.000 neue Typisierungen durchzuführen. Betroffene Patienten sind dabei auf ihren genetisch passenden Spender angewiesen, etwa bei einer Leukämieerkrankung. Einer dieser Lebensretter ist Rudolf Meran.

Direktor Chris Wagner und Lehrerin Angelika Heiling-Meltsch nahmen die Urkunde entgegen.
Direktor Chris Wagner und Lehrerin Angelika Heiling-Meltsch nahmen die Urkunde entgegen.(Bild: Carina Fenz)

Der angehende Maturant ließ sich im Rahmen einer Schulaktion typisieren. Ende Oktober folgte der Anruf: Er käme als möglicher Spender infrage. Vor zwei Wochen spendete er im AKH Wien seine Stammzellen für einen jungen Mann aus Kroatien. „Als Held sehe ich mich nicht“, sagt Meran. „Aber es ist gut zu wissen, dass man helfen konnte.“ Er würde jederzeit wieder spenden.

Rudolf Meran aus Stegersbach ließ sich in der BHAK typisieren. Seine Stammzellen spendete er ...
Rudolf Meran aus Stegersbach ließ sich in der BHAK typisieren. Seine Stammzellen spendete er Mitte Jänner an einen Mann aus Kroatien.(Bild: Geben für Leben)
Nico Toth, ebenfalls Absolvent der HAK Stegersbach, spendete Anfang Jänner seine Stammzellen.
Nico Toth, ebenfalls Absolvent der HAK Stegersbach, spendete Anfang Jänner seine Stammzellen.(Bild: Geben für Leben)
Felix Drexler aus Kohfidisch hat im Vorjahr an der BHAK Stegersbach maturiert. Der Kohfidischer ...
Felix Drexler aus Kohfidisch hat im Vorjahr an der BHAK Stegersbach maturiert. Der Kohfidischer schenkte mit seiner Stammzellenspende im November 2025 einem Patienten in Tschechien Hoffnung auf ein neues Leben.(Bild: Geben für Leben)

Dass es überhaupt zu solchen Treffern kommt, ist alles andere als selbstverständlich. „Die Wahrscheinlichkeit, seinen genetischen Zwilling zu finden, liegt bei etwa 1:500.000, wenn man Glück hat“, erklärt Dr. Barbara Pelzmann vom Verein Geben für Leben.

Burgenland hat auffallend viele Stammzellenspender
Seit 1. Juli 2018 ist der Verein hierzulande aktiv. Allein Pelzmann hat seither rund 8500 Typisierungen durchgeführt. Insgesamt 61 Personen wurden dabei als passende Spender identifiziert, 19 davon allein im Jahr 2025. Was statistisch also kaum vorkommt, passiert im Burgenland auffallend oft, sagt die Medizinerin.

Die nächste Möglichkeit, sich typisieren zu lassen, gibt es am 13. Februar von 16 bis 19 Uhr in Bocksdorf. 

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