Diese Diskussion bewegt sich zwischen Vernunft und Emotion: Für das vorgeschlagene Tempolimit am Attersee gibt es Zuspruch, aber auch massive Kritik. Schon im kommenden Jahr könnte der 30er auf bestimmten Abschnitten auf der Seeleiten Bundesstraße verordnet werden.
Es ist ein Thema, das die Einheimischen bewegt: Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) kann sich vorstellen, an neuralgischen Stellen, wo am Ostufer des Attersees kein Radweg errichtet werden kann, Tempo 30 zu verordnen. Eine entsprechende Prüfung läuft, bestätigte der Landesrat gegenüber der „Krone“. Aber wie sehen das die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden?
Weyregger Bürgermeister unterstützt diese Idee
„Ich stehe dem sehr positiv gegenüber“, sagt der Bürgermeister der Tourismusgemeinde Weyregg, Michael Stur: „Wenn man es sich durchrechnet, wie viel man durch diesen 30er an Zeit verlieren würde, schlägt sich das nicht wirklich relevant zu Buche.“
Der ÖVP-Politiker sagt weiter: „Es gibt Abschnitte, die gefährlich sind, das wissen de facto alle. Wenn man diese Stellen jetzt durch einen 30er entschärft, dann ist das im Sinne aller Verkehrsteilnehmer nur zu begrüßen.“
Wie von der „Krone“ berichtet, gibt es in Sturs Gemeinde, aber auch im Nachbarort Steinbach, mehrere Abschnitte, wo ein Radweg unmöglich errichtet werden kann. Dort soll eine Mischzone verordnet werden, die Fußgänger, Radfahrer, Schwerverkehr und Pkw gleichzeitig benützen können – und das eben bei Tempo 30.
Ich stehe dem sehr positiv gegenüber. Wenn man es sich durchrechnet, wie viel man durch diesen 30er an Zeit verlieren würde, schlägt sich das nicht wirklich relevant zu Buche. Es gibt Abschnitte, die gefährlich sind, das wissen de facto alle. Wenn man diese Stellen jetzt durch einen 30er entschärft, dann ist das im Sinne aller Verkehrsteilnehmer nur zu begrüßen.

Michael Stur, ÖVP-Bürgermeister von Weyregg am Attersee
Bild: Krone KREATIV/ÖVP Weyregg
„Diese Lösung ist eine Katastrophe“
Viele „Krone“-Leser reagierten hingegen ungehalten auf den 30er. So meinte etwa ein Attersee-Bewohner auf krone.at: „Wenn kein Platz ist, muss man eben baulich einen anderen Weg finden. Diese Lösung ist für die Einheimischen eine Katastrophe.“ Oder: „Wozu ein Radweg? Viele Radfahrer benutzen doch eh lieber die Straße, auch wenn ein Radweg daneben ist.“ Dieser Kommentar spielt auf die Tatsache an, dass Rennradfahrer oft den Weg ignorieren und auf der Straße strampeln.
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