Das Krankenhaus Dornbirn startet ab Montag das „Manchester Triage“-System. Damit sollen wirklich dringende Fälle schneller herausgefiltert werden.
Weil die Krankenhaus-Ambulanzen von immer mehr Patienten aufgesucht werden und es zunehmend schwieriger wird, die wirklich dringenden Fälle von weniger dringlichen zu trennen, geht das Krankenhaus Dornbirn seit Montag neue Wege. Dort wird nun nach dem sogenannten „Manchester Triage“-System gearbeitet. Das heißt:
Die Beschwerden von Patienten werden in einer fünfteiligen Skala eingeteilt: „sofort“, „sehr dringend“, „dringend“, „normal“ und „nicht dringend“. Je nachdem, welcher Kategorie man zugeteilt wird, erhöht oder verkürzt sich die Wartezeit. Das bisherige System, wonach zuerst behandelt wurde, wer zuerst in der Ambulanz erschienen ist, gehört damit der Vergangenheit an. Wer sich in die Krankenhaus-Ambulanz begibt, wird nach der Anmeldung zur „Ersteinschätzung“ gebeten, dort wird innerhalb von zehn Minuten die Dringlichkeitsstufe ermittelt.
„Professionelle Lösung“
Wie die Krankenhausverantwortlichen am Montag betonten, gehe es keineswegs darum, den Menschen den Ambulanzbesuch zu verleiden, sondern um ein effizienteres Arbeiten. Ein Effekt, den längere Wartezeiten bei kleineren Wehwehchen aber haben könnte, ist, dass wieder mehr Menschen zuerst den Hausarzt aufsuchen. Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann zeigte sich jedenfalls zufrieden mit der gefundenen „professionellen“ Lösung.
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