Zugeständnis an Hamas

Großzügiges Israel-Angebot: Einjährige Waffenruhe?

Ausland
01.05.2024 11:10

Israel hat bei den Verhandlungen mit der Hamas laut Medienberichten weitgehende Zugeständnisse an die militante Palästinenser-Organisation gemacht. Demzufolge wurde auch die Möglichkeit einer Feuerpause von bis zu einem Jahr angeboten.

Es war die Rede von einer ersten Phase mit einer dreiwöchigen Feuerpause. Während dieser sollen mindestens 20 Geiseln im Austausch gegen eine nicht näher bezeichnete Anzahl palästinensischer Häftlinge freigelassen werden. Eine zweite Stufe würde eine zehnwöchige Waffenruhe umfassen, in der sich die Hamas und Israel auf eine umfangreichere Freilassung von Geiseln und eine längere Kampfpause einigen könnten, die bis zu einem Jahr dauern könnte.

Jüngster Vorschlag ist „letzte Chance“
Die israelische Regierung erwarte für Mittwochabend eine Antwort der Hamas auf das jüngste Angebot, zitierte die Zeitung „Times of Israel“ einen israelischen Beamten. Israel sei bereit, in den kommenden Tagen eine Delegation zu den indirekten Verhandlungen nach Kairo zu entsenden, zitierte das „Wall Street Journal“ israelische und ägyptische Beamte. Der jüngste Vorschlag werde in Jerusalem als „letzte Chance“ gesehen. 

Wie reagiert die Hamas auf den Vorschlag? (Bild: AFP)
Wie reagiert die Hamas auf den Vorschlag?
Es könnte auch die Rafah-Offensive verschoben werden. (Bild: APA/AFP/Menahem KAHANA)
Es könnte auch die Rafah-Offensive verschoben werden.

Denkbar wäre, dass Israel im Falle einer Einigung zunächst von der angekündigten Bodenoffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens absieht, wo Hunderttausende Zivilisten Schutz gesucht haben. „Zeit ist von entscheidender Bedeutung, ich kann hier aber keine Frist setzen“, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats der USA, John Kirby, am Dienstag und forderte die Hamas auf, dem Vorschlag zuzustimmen.

Hamas bestand bisher auf Ende des Krieges
Die Hamas bestand bisher jedoch auf ein Ende des Krieges, was Israel ablehnt. Die beiden Seiten verhandeln nicht direkt, sondern über die Vermittler Ägypten, Katar und USA. „Die Hoffnungen steigen und schwinden, und wir werden einfach weiter am Ball bleiben und sehen, ob wir es schaffen können“, sagte Kirby über die laufenden Verhandlungen.

 krone.at
krone.at
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele