Flick wolle das Projekt nur mehr dann in Angriff nehmen, wenn alle betroffenen Anrainer und die Bevölkerung einverstanden seien, heißt es in dem Schreiben an den Landes-Chef, das der "Krone" vorliegt. Die bisherige öffentliche Debatte sei "unqualifiziert" und "nicht sinnstiftend" geführt worden, erklärte Arnold Mettnitzer, Berater der Familie Flick. Nun wolle man den Weg der "Deeskalation" beschreiten. "Wenn diese Bemühungen Erfolg haben, ist Frau Flick bereit, das Projekt weiterzuverfolgen", sagte Metnitzer.
"War nicht möglich, die Projektvorteile zu präsentieren"
Die Straßenverlegung hätte dem Land Kärnten viele Vorteile gebracht, meinte Dörfler. Unter anderem wäre ein Lückenschluss des Radweges am Wörthersee-Südufer möglich gewesen. "Leider war es nicht möglich, die Projektvorteile zu präsentieren", so der Landeshauptmann. Die öffentliche Kritik habe sich letzlich nicht gegen ein Projekt, sondern gegen eine Frau gerichtet.
Derzeit verläuft die Straße nahe des Ufers durch Flicks Landbesitz. Im Juli beschloss die Landesregierung auf Initiative von Dörfler ein Projekt, das eine Verlegung der Straße ins Hinterland vorsieht - auf Kosten der Flick-Stiftung. Dadurch hätte das Grundstück dann über einen ungehinderten Zugang zum See verfügt.
Über 1.000 Bürger - darunter Milliardärin Heidi Horten - wehren sich allerdings massiv gegen die Straßenverlegung. Zuletzt hatte sich auch die SPÖ, die den Regierungsbeschluss im Juli mitgetragen hatte, von Dörfler getäuscht gefühlt und sich gegen das Projekt gestellt. Dörfler hatte im Vorfeld angekündigt, dass das Projekt nur zustande kommen werde, wenn alle betroffenen Anrainer dem Projekt zustimmen. Das sei auch im Projektvertrag mit der Flick-Stiftung so vorgesehen, hatte der FPK-Politiker am Dienstag gesagt.
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