Die beiden Grenzgemeinden Überackern und Piesing trennt zwar die Salzach, doch die Tradition des Maibaum-Stehlens gibt es auch bei unseren deutschen Nachbarn. Und der kürzeste Weg ist nun einmal über den Fluss.
„Über den Landweg braucht man ungefähr eine halbe Stunde. Über das Wasser ist es nur ein Kilometer, also eindeutig der kürzeste und schnellere Weg“, erklärt Tobias Weyand von der Feuerwehr Überackern.
Bereits vor zwei Wochen machte er sich gemeinsam mit seinen Kollegen zum Stehlen auf. „Es war eigentlich eine sehr kurzfristige Aktion, mit ein paar Komplikationen. Drei Stunden, nachdem wir den Baum gestohlen hatten, wollte ihn eine andere Gruppe stehlen“, müssen die Diebe schmunzeln. Bereits zum zweiten Mal seit 2018 luchsten sie ihrer Partnerfeuerwehr aus Bayern den Maibaum ab. Am gestrigen Sonntag wurde der Baum ganz brauchtumskonform wieder zurückgebracht.
Grillfest als Belohnung
Und auch diesmal wurde der schnellere Weg über die Salzach gewählt. Acht Floriani in vier Zillen brachten den 25,3 Meter langen Baum unversehrt nach Bayern. „Der Transport muss sehr gut abgestimmt sein, jeder muss genau richtig rudern. Außerdem malen die Bayern ihren Maibaum an, da mussten wir darauf achten, dass wir das nicht beschädigen. Es hat aber alles geklappt“, freut sich Weyand. Am Nachmittag stand der Baum, wurde mit den deutschen Freunden gefeiert. Als Belohnung bekommen die Innviertler ein Grillfest.
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