Zweite Cup-Runde

Wr. Neustadt und Admira scheitern, FAK, Bullen weiter

Sport
25.09.2012 22:20
Mit dem SC Wiener Neustadt und der Admira sind am Dienstag in der zweiten ÖFB-Cup-Runde zwei Bundesligisten ausgeschieden. Während Wiener Neustadt dem Villacher SV hochverdient 1:3 unterlag, musste sich die Truppe von Coach Didi Kühbauer Austria Klagenfurt erst nach 120 Minuten mit 0:2 geschlagen geben. Titelverteidiger Red Bull Salzburg (3:1 in Stegersbach) und Tabellenführer Austria (3:2 in Dornbirn) kamen mit viel Mühe weiter. Der von Toni Polster betreute SC Wiener Viktoria setzte sich gegen den Kapfenberger SV mit 4:1 im Elfmeterschießen durch.

"Das war eine Frechheit. So darf man nicht auftreten. So kann man kein Spiel bestreiten", meinte Wiener-Neustadt-Trainer Heimo Pfeifenberger nach der Blamage gegen den Tabellen-Achten der Regionalliga Mitte.

In Villach stand vor 1.000 Zuschauern die Fußball-Welt von Anpfiff weg Kopf. Der VSV schnürte den zwei Ligen höher angesiedelten Favoriten ein. Das erste Tor servierten die Wiener Neustädter den Villachern auf dem Silbertablett: Denis Curic fing einen katastrophalen Querpass von Matthias Maak ab und stellte auf 1:0 (4.). Die kalte Dusche weckte die Neustädter aber auch nicht auf. Christoph Martschinko legte den spielstarken Michel Sandic, den darauffolgenden Elfmeter verwandelte Johannes Isopp souverän (38.).

Den sensationellen 3:0-Pausenstand perfekt machte ein herrliches Freistoß-Tor von Sandic ins Kreuzeck (44.). VSV-Tormann Patrick Böck war über eine Stunde lang fast gänzlich arbeitslos, erst der eingewechselte Günter Friesenbichler sorgte für das 1:3 (64.). Dann wurde es für die Villacher nur noch einmal brenzlig, Daniel Pirker rettete aber auf der Linie (78.).

Admira scheitert an Austria Klagenfurt
Überhaupt war Kärnten guter Boden für die Bundesligisten aus Niederösterreich. Nach Wiener Neustadt erwischte es auch die Admira, die sich dem Regionalligisten SK Austria Klagenfurt mit 0:2 nach Verlängerung geschlagen geben musste. Die Treffer vor 600 Zuschauern im Klagenfurter EM-Stadion erzielten Thierry Fidjeu-Tazemeta (117.) und Matthias Dollinger (118.).

Ortlechner erlöst die Austria
Die Partie Dornbirn gegen die Austria begann vor 2.200 Fans mit einem Knalleffekt. Schon in der zweiten Minute sorgte Patrick Schäfer per Kopf für das 1:0 für die Dornbirner. Ein Doppelpack von Roland Linz (18., 19.), der in der Liga derzeit keine große Rolle in den Planungen von Austria-Trainer Peter Stöger spielt, brachte die Wiener wieder auf Kurs. Danach schien die Austria alles im Griff zu haben.

Doch der Underdog kam noch einmal zurück: Manuel Honeck traf von der Strafraumgrenze zum 2:2-Ausgleich (68.). Für Erleichterung bei den Gästen sorgte schließlich Ortlechner. Der aufgerückte Kapitän setzte einen wuchtigen Kopfball aus 13 Metern ins rechte Eck (84.). "Ich bin nicht überrascht, dass es ein schweres Spiel war. Das war ein ganz normales Cup-Spiel. Solche Mannschaften sind gut organisiert und top eingestellt. Das war ein weiterer kleiner, schwerer Schritt Richtung Cupsieg", meinte Austria-Coach Stöger.

Salzburg mit Mühe weiter
Salzburg war in Stegersbach von Beginn an feldüberlegen, tat sich gegen die aufopfernd kämpfenden Burgenländer vor der Pause aber sehr schwer. Stegersbach verteidigte geschickt, fand selbst einige Halbchancen vor. Bei einer guten Gelegenheit von Michael Thek musste Gustafsson eingreifen (33.).

Nach Seitenwechsel brach der für Berisha ins Team gerückte Teigl den Bann. Der 21-Jährige traf mit einem platzierten Distanzschuss aus 20 Metern ins linke Eck. Soriano legte nach, nachdem er die halbe Abwehr umkurvt hatte. Für das schönste Tor des Abends sorgte aber Stegersbachs Siegl, der den Ball von der Strafraumgrenze ins lange Kreuzeck schupfte. Im Finish sorgte der eingewechselte Maierhofer dann für die Entscheidung.

Sturm Graz souverän
Sturm Graz gab sich beim Regionalligisten Schwechat trotz schwacher Anfangsphase keine Blöße. Ein lupenreiner Hattrick von Stürmer Rubin Okotie (49., 64., 66.) brachte die Grazer auf die Siegerstraße. Die eingewechselten Imre Szabics (78.) und Manuel Weber (80.) sorgten letztlich noch für klare Verhältnisse. Einziger Wermutstropfen war eine Knöchelverletzung, die sich Verteidiger Michael Madl nach der Pause bei einem geblockten Schuss nach der Pause zuzog.

Wallner-Hattrick sichert Innsbruck Aufstieg
Wacker Innsbruck musste wie bereits in der ersten Cup-Runde zittern. Die Innsbrucker setzten sich beim Regionalligisten Sollenau in Niederösterreich erst nach Verlängerung mit 5:1 durch. Ein Hattrick von Stürmer Roman Wallner brachte die Entscheidung (92., 94., 105.). Für den Endstand sorgte der eingewechselte Alexander Fröschl (110.).

Polster-Team eliminiert KSV
Der SC Wiener Viktoria hatte zuvor für die erste große Überraschung in der zweiten Runde gesorgt. Der Stadtligist setzte sich gegen Kapfenberg durch. Die Gastgeber lagen schon 2:0 in Front, mussten bis zur 90. Minute aber noch das 2:2 hinnehmen, nach der Verlängerung stand es 3:3. Im Elfmeterschießen setzten sich die Polster-Schützlinge schließlich mit 4:1 durch.

Das Achtelfinale wird am 30. September ausgelost, Spieltermine sind der 30./31. Oktober.

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