22.09.2012 12:34 |

Mann festgenommen

F: Todesdrohung gegen Chef von "Charlie Hebdo"

Nach dem Abdruck von Mohammed-Karikaturen durch das französische Satire-Blatt "Charlie Hebdo" hat die Polizei einen Mann festgenommen, der zur Ermordung des Chefs der Zeitung aufgerufen haben soll. Wie am Samstag aus Justizkreisen verlautete, hatte der Mann auf einer Islamisten-Website gefordert, den Leiter der Zeitung zu köpfen. Der Verdächtige wurde am Samstagmorgen in der westfranzösischen Stadt La Rochelle verhaftet und befindet sich nun in Polizeigewahrsam.
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Der Mann soll auf der Website mit Blick auf die von "Charlie Hebdo" am Mittwoch veröffentlichten Mohammed-Karikaturen (siehe Infobox) geschrieben haben: "Wer bringt mir diesen Kopf, das bringt das Fass zum überlaufen."

Die Veröffentlichung der Karikaturen durch "Charlie Hebdo" war in der muslimischen Welt auf Empörung gestoßen. Aus Angst vor gewaltsamen Protesten hatte die Regierung in Paris daraufhin verstärkte Sicherheitsvorkehrungen für französische Einrichtungen angeordnet. Botschaften, Konsulate, französische Schulen und Kulturzentren in rund 20 muslimischen Ländern blieben am Freitag geschlossen.

Mehrheit der Franzosen befürwortet Veröffentlichung
Bei den Franzosen stößt die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen auf ein unterschiedliches Echo. Nach einer am Samstag veröffentlichten Umfrage der Tageszeitung "Sud-Ouest" befürworten 51 der Befragten die Publikation der Karikaturen durch das französische Satire-Blatt "Charlie Hebdo". Gleichzeitig glauben 47 Prozent, die Veröffentlichung könnte in der aktuellen Situation zu neuen Spannungen führen.

Das Institut Ifop hatte im Auftrag der Zeitung am Donnerstag und Freitag 953 Personen repräsentativ ausgewählte Personen befragt.

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