Die Flashmob-Teilnehmer erhielten grüne oder rosafarbene Zettel mit der Botschaft "Kein Platz für Antisemitismus" und hielten diese, neben Plakaten und Bannern, in die Höhe. Unter den Versammelten befanden sich Spitzen der Stadtpolitik wie Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. "Ich finde diese Initiative toll, weil es darum geht, einmal mehr Haltung zu zeigen", begründete Frauenberger ihre Teilnahme. Und Mailath-Pokorny betonte, dass man im täglichen Leben aufstehen müsse gegen Antisemitismus.
"Werden uns wehren gegen den Antisemitismus"
Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, kündigte an: "Wir werden uns wehren gegen den Antisemitismus in diesem Land, der leider zunimmt." Er forderte "alle Politiker dieses Landes" auf, dagegen anzukämpfen. Auch die grünen Gemeinderatsmandatare Birgit Hebein und Senol Akkilic, Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und die Direktorin des Jüdischen Museums in Wien, Danielle Spera, zählten zu den Teilnehmern.
Initiiert wurde der Flashmob von der Plattform "Jetzt Zeichen setzen!", deren Koordinator Nikolaus Kunrath von den Wiener Grünen ist. Er ist überzeugt, dass der Flashmob Wirkung zeigen wird: "Ich glaube grundsätzlich daran, dass Aktionen auf der Straße Veränderungen schaffen" - etwa, dass Leute in den Tagen danach darüber reden bzw. sich mit dem Thema auseinandersetzen.
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