Viele haben die Lustenauer im Kampf um den Klassenerhalt bereits abgeschrieben. Doch noch sind die Messen für die Heraf-Elf nicht gelesen. Um das Ruder doch noch herumzureißen, muss der Kapitän des Austria-Schiffs aber einiges verändern.
Sechs Runden vor Ende der Meisterschaft schaut es für die Austria tatsächlich nicht gut aus. Einzig BW Linz ist mit fünf Punkten Rückstand noch in Reichweite. Ein weiterer Zähler kommt noch hinzu, weil die Linzer im Falle einer Punktegleichheit automatisch vorgereiht würden. Keine guten Voraussetzungen also, um die Liga doch noch zu halten. Doch es gibt auch Gründe, warum es die Heraf-Elf dennoch schaffen kann.
Die Lustenauer Austria bleibt erstklassig...
...weil sie auch Angriff kann:
Mit sechs Stürmern und zwei offensiv ausgerichteten Mittelfeldspielern im Kader haben die Grün-Weißen nach vorne durchaus ihr Potenzial. Wie es geht, zeigte Lustenau bei beiden Wiener Großklubs. Diese Leistungsexplosion nach vorne sollte ein Vorbild sein. Denkt auch Lukas Fridrikas: „Wir können auf Kommando auf Offensive umschalten, üben solche Situationen speziell im Training.“
...weil Trainer Andy Heraf nicht mehr ausschließlich auf „Beton-Fußball“ setzt:
„Wir werden uns etwas überlegen müssen, wie wir es anlegen, um zu drei Punkten zu kommen“, kündigte Heraf nach der 0:1-Derbypleite an. Das klingt nach einer Taktikänderung, die nicht nur aufs Verteidigen aus ist. Heraf ist seit gut 20 Jahren im Trainergeschäft tätig und hat bereits viele Situationen mitgemacht. Er schafft es, die Wende einzuleiten.
...weil der nächste Gegner WAC noch nicht im Abstiegs-Play-off angekommen ist:
Für den WAC war das Verpassen der Meisterrunde eine herbe Enttäuschung. Bei den Kärntnern scheint es auch etwas an Motivation zu fehlen. Lustenau trifft nun gleich zweimal auf die vor sich hin dümpelte Schmid-Truppe. Eine Chance, die man am Schopf packen muss.
...weil BW Linz ebenso schwächelt:
Die Linzer sind in diesem Jahr noch ohne Sieg und hadern mit der Punkteteilung am meisten. Die Anspannung bei Trainer Gerald Scheiblehner und seiner Elf ist spürbar. Eine neue Situation für den Aufsteiger.
...weil Altach als Vorbild dienen kann:
Der Ländle-Rivale hatte auch schon zwei Runden vor Saisonende fünf Punkte Rückstand auf die Admira. Und stieg dennoch nicht ab!
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