Gemeint ist, dass gegen vermeintlich einfachere Gegner wie eben Kasachstan die gleiche Einstellung und das gleiche Maß an Motivation nötig sein werden, um bestehen zu können. "Jetzt brauchen wir genau diese Koller-Mentalität", sagte der Teamchef. "Sonst werden wir Probleme bekommen. Und so werde ich das den Spielern auch kommunizieren."
Kehrt Alaba ins Team zurück?
Ob gegen Kasachstan (am 12. Oktober auswärts, am 16. Oktober daheim im Happel-Stadion) auch David Alaba wieder mit von der Partie sein wird, wollte Koller am Mittwoch noch nicht abschätzen. "Er muss jetzt zumindest nicht mehr diesen Spezialschuh tragen, ist aber noch nicht ins Mannschaftstraining eingestiegen. Es bringt also nichts zu mutmaßen, ob er für die Kasachstan-Spiele wieder fit sein wird", so Koller, der ergänzte: "David ist aber ein hervorragender Spieler, der uns natürlich helfen würde."
Aufmunterung für Arnautovic
Ein ebensolcher sei auch Marko Arnautovic, der beim 1:2 gegen Deutschland zum tragischen Helden mutierte, indem er zunächst den Anschlusstreffer durch Zlatko Junuzovic mustergültig vorbereitete, dann aber in der 87. Minute die Riesen-Möglichkeit zum Ausgleich ausließ. "Das ist nicht spurlos an ihm vorübergegangen", erklärte Koller. "Wenn man Marko näher kennt, weiß man, dass man ihn nach solchen Situationen wieder aufrichten muss. Und das werde ich in den nächsten Tagen auch tun."
Vorwurf wollte er dem im rechten Mittelfeld agierenden Werder-Bremen-Legionär keinen machen. "Natürlich haben wir alle den Torschrei schon auf den Lippen gehabt. In den TV-Bildern habe ich aber gesehen, dass sich der Ball noch versprungen und ihm ans Schienbein geklatscht ist", meinte Koller.
In der ersten Halbzeit habe Arnautovic fast ein wenig zu teamorientiert agiert. "Ich habe ihm dann gesagt, er soll sich öfter den Ball schnappen, am Gegenspieler vorbeigehen und ihm so Schmerzen bereiten. Das hat er bei der Vorarbeit zum 1:2 auch fantastisch gemacht. Er kann noch viel mehr solcher Aktionen liefern, weil er sie aufgrund seiner Technik und seiner Schnelligkeit umsetzen kann."
"Ergebnis frustriert mich"
Mit der Leistung seiner Mannschaft sei er grundsätzlich zufrieden. "Aber das Ergebnis frustriert mich", meinte Koller. Lieber wäre ihm ein "dreckiger Sieg" gewesen: "Dann hätten wir die Punkte auch mitgenommen." Wobei man trotz allem bedenken müsse, dass "wir ja nicht gegen irgendeine Truppe, sondern gegen die Nummer zwei der Welt verloren haben. Uns war schon bewusst, dass man im Kampf um eine erfolgreiche WM-Qualifikation die Punkte nicht gegen Deutschland, sondern gegen andere Gegner wie Kasachstan und Schweden holen muss." Und mit der "Koller-Mentalität" sollte das auch möglich sein.
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