Durchgefallen! Das gilt Zulassungs-technisch für die SPG Wels in Sachen Spielstätte, obwohl der Fußball-Drittligist ein modernes Stadion hat. In dem aber laut einem Baubescheid aus dem Jahr 2014 nach 21.30 Uhr keine Lautsprecherdurchsagen erfolgen dürfen. Obwohl die bisher kein Problem waren.
Gut, dass für die SPG Wels der Aufstiegs-Zug heuer sportlich ohnedies schon abgedampft ist. Denn ansonsten hätte es für den Drittligisten am Freitag ein ganz, ganz böses Erwachen gegeben: Die Bundesliga verweigert dem Drittligisten nämlich die Zulassung für die 2. Liga. Grund: Die Infrastruktur, obwohl die augenscheinlich nahezu perfekt scheint.
Kleines Detail, große Wirkung
Aber: Bei Durchsicht der eingereichten Unterlagen fand der zuständige Liga-Senat im Baubescheid aus dem Jahr 2014 ein winziges Detail. In dem steht, dass es in der Huber-Arena keine Lautsprecherdurchsagen nach 21.30 Uhr geben dürfe. Und da in der 2. Liga Top-Spiele teils erst um 20.30 Uhr beginnen, war das für die Liga Grund genug, der SPG Wels die Zulassung zu verweigern. Obwohl auf der Anlage auch in der Vergangenheit Spiele aufgrund ihrer Ansetzungen noch nach 21.30 Uhr gelaufen waren und damit natürlich auch Durchsagen erfolgt sind.
Problem muss gelöst werden
Unterschied aber: Für diese Spiele hatte der Vereine jeweils eine Veranstaltungsgenehmigung der Stadt. Die aber die Liga aus Gründen der sogenannten Bewerbsicherheit ablehnt. Laut den Bestimmungen sollen Spieltermine unabhängig von Behörden-Entscheidungen möglich sein. Was in Wels aber aufgrund des zehn Jahre alten Baubescheids aus Sicht der Bundesliga zumindest fraglich ist. Bedeutet: Will der Klub, der langfristig sogar zu den Top-10-Vereinen in Österreich gehören will, jemals aufsteigen, muss dieses Problem gelöst werden.
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