Sucht man Spitäler auf, sollte man in der Regel gesünder wieder herauskommen. Manchmal dürfte allerdings das Gegenteil der Fall sein: In Oberösterreichs Krankenhäusern, Kliniken und Pflegeeinrichtungen kam es im Vorjahr zu 68 Körperverletzungen, eine davon sogar mit tödlichem Ausgang.
Das geht aus einer Parlamentarischen Anfrage der FPÖ hervor, die Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) mit einer Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik beantwortete.
Die häufigsten Straftaten waren demnach sogenannte Handlungen gegen fremdes Vermögen, also Diebstähle, Sachbeschädigungen, Raub und Betrug – 194 dieser Delikte wurden 2023 gemeldet (siehe Grafik unten). In Summe ergab das 340 Straftaten in den Gesundheitseinrichtungen. Ein leichter Anstieg zu den 326 Delikten 2022, im Jahr 2020 waren es mit 346 jedoch schon einmal mehr gewesen.
Wie sich Spitäler schützen
Auch die Nationalität der Tatverdächtigen ließ die FPÖ abfragen: Rund ein Viertel wird als „fremd“ angegeben. Zum Vergleich: In der oö. Gesamtbevölkerung liegt der Anteil an Nicht-Staatsbürgern bei rund 15 Prozent.
In den Spitälern der Gesundheitsholding – dem größten Krankenhaus-Träger des Landes, aber freilich nicht der einzige, der von Straftaten betroffen ist – nehme man sich des Themas der verbalen oder gar gewalttätigen Übergriffe schon seit Jahren an, wie es auf „Krone“-Anfrage heißt.
Das bedeute: Es gibt laufend Deeskalations-Trainings, Schulungen für Führungskräfte und Infoveranstaltungen für die Mitarbeiter. Auch technische Sicherheitsmaßnahmen sind im Einsatz, etwa der sogenannte Bedrängnisalarm, der in gewissen Bereichen installiert ist und von Beschäftigten bei Gefahr betätigt werden kann.
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