In der früheren serbischen Provinz gibt es erhebliche Spannungen zwischen der serbischen Minderheit im Nordkosovo und der albanisch beherrschten Regierung. In den Konflikt ist die NATO-geführte internationale Schutztruppe KFOR verwickelt.
Wie "Spiegel Online" nun berichtet, werden die deutschen und österreichischen Soldaten des sogenannten operativen Reservebataillons bereits zum dritten Mal in diesem Jahr in Richtung Kosovo ausrücken. Man wolle "die erfolgreiche Fortsetzung der Operationen und eine weitere Stabilisierung und Verbesserung der Sicherheitslage im Nordkosovo bestmöglich unterstützen". Die Soldaten würden bis Ende September verlegt und sollen mindestens bis Ende des Jahres im Einsatz bleiben.
"Potenzial für eine erneute Lageverschlechterung"
Trotz der Präsenz von rund 5.600 KFOR-Soldaten schätzt die NATO die Lage vor allem im Grenzgebiet des Kosovos zu Serbien als "fragil" ein. Nach den Wahlen in Serbien im Frühsommer, aus denen nationalistische Kräfte als Sieger hervorgegangen waren, bestehe in den kommenden Monaten ein "erhebliches Potenzial für eine erneute Lageverschlechterung", so das Einsatzführungskommando. Der KFOR gelang es zuletzt nicht, serbische Straßenblockaden im Nordkosovo zu beseitigen und illegale Grenzübergänge zu schließen.
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