„Krone“-Kommentar

„Rülpsend“ um Wähler buhlen

Tirol
28.03.2024 16:00

Der Wahlkampf in Innsbruck läuft auf Hochtouren. Claus Meinert, Chefredakteur der Tiroler „Krone“, hätte gut drei Wochen vor der Stimmabgabe in seinem Kommentar eine Idee, wie man auf sich aufmerksam machen könnte. Er blickt dabei in Richtung Tirol Werbung.

Noch sind es rund 18 Tage, ehe in Innsbruck gewählt wird. Bis auf ein paar Plakate, die, gerade eben noch auf einem Laternenmast entdeckt, schon wieder von diesem entfernt sind, tümpelt der Wahlkampf vor sich hin. Da hätte sich der eine oder andere Kandidat vielleicht bei der Tirol Werbung bzw. bei einer von ihr beauftragten Agentur Anregungen holen können. Tipps, wie man richtig auffällt, zum Gespräch wird, ohne viel zu sagen.

Zum Beispiel „dauerrülpsend“ in der Maria-Theresien-Straße auf Stimmfang gehen. Der Listenerste beginnt, dann folgen die weiteren Gereihten und zum Schluss – sozusagen zum finale furioso – wird im Kanon so laut „gerülpst“, dass das Kaufhaus Tyrol ins Wanken gerät. Aber nein. Stattdessen werden – gähn, langweilig – die ewig gleichen Wahlgeschenke verteilt. Zuckerl, Luftballone, Kugelschreiber, Feuerzeuge, Seifen, Kochlöffel, Bierdeckel (rülps) usw. Einziger Unterschied: Der eine entnimmt sie einem Jutesack, der andere wiederum zieht die Geschenke mittels Leiterwagerl durch die Stadt.

Und wie sieht es mit den Wahlversprechen aus? Nahezu von allen hört man, dass das Wohnen billiger werden muss. Hier scheren aber die Grünen aus. Wäre auch komisch, würden sie das ebenfalls versprechen, nachdem sie mit Georg Willi sechs Jahre den Bürgermeister gestellt haben. Sie haben etwas völlig Neues, bundesweit noch vor keinem Wahlkampf Gesagtes als Botschaft: „Es gilt Schwarz-Blau in Innsbruck zu verhindern.“ Rülps!

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