Nur bruchstückhaft hatte sich die 78-Jährige an den vermeintlichen Überfall im Wald erinnern wollen. "Irgendjemand hat mich von hinten attackiert und mir den Hals zugedrückt", gab die Seniorin bei der Polizei an (siehe auch Infobox). Ein Arzt attestierte der Seniorin leichte Kehlkopfverletzungen, zudem schilderte die 78-Jährige dramatisch: "Ich kann jetzt froh darüber sein, dass ich noch am Leben bin." Vom "Täter", der sie bewusstlos gewürgt habe, wusste sie nur zu berichten, dass er ein Sakko getragen habe.
"Ein Räuber, der die Beute wegwirft – den gibt's nicht"
Die Handtasche wurde einige Tage später von einem anderen Schwammerlsucher gefunden. Da sich die Wertgegenstände aber noch darin befanden, wurden die Beamten stutzig. "Ein Räuber, der die Beute wegwirft – den gibt's nicht", so Werner Rampitsch vom Landeskriminalamt. "Wir haben die Frau neuerlich befragt. Dann hat sie zugegeben, dass ihre Angaben erfunden sind."
Die Steirerin erklärte den Beamten, dass sie die Tasche – samt 135 Euro und Handy – im Wald verloren und vergeblich danach gesucht hatte. Die Anzeige erstattete sie in der Hoffnung, dass die Polizei die Suche nach den Habseligkeiten aufnehmen und schließlich finden würde. Die Pensionistin wurde angezeigt.
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