Bei einer Spritztour mit einem Auto hatten die Burschen am 18. Juli insgesamt 30 Mal auf die Jugendliche geschossen, die dabei zwei Mal getroffen und leicht verletzt wurde (siehe Bild). In derselben Nacht erstattete auch ein 20-jähriger Pkw-Besitzer eine Anzeige, weil die damals noch unbekannten Täter sein Auto trafen, während er direkt danebenstand.
30 Schüsse auf junges Mädchen
Nach Zeugenaussagen stießen die Ermittler auf die vier Burschen im Alter von 16 bis 18 Jahren. Beim Verhör gestanden die Verdächtigen aus dem Bezirk Leoben nun, Schussapparate - im Paintball-Sport werden diese als "Markierer" bezeichnet - und Zubehör über das Internet bezogen zu haben. Bevor sie auf das Mädchen schossen, hatten die Burschen im Bereich einer Burgruine am Kaiserberg geübt und dann ihre Schüsse aus dem Auto heraus in Leoben-Donawitz fortgesetzt. Insgesamt schossen sie etwa 200 Farbkugeln auf Grünflächen, Alleebäume, Hauswände und Fahrzeuge ab. Drei der vier Jugendlichen schossen schließlich auf das 15-jährige Mädchen am Gehsteig.
Zwei der Burschen gaben auch zu, schon ein paar Tage davor bei einer "Spritzfahrt" 300 bis 400 Schüsse abgegeben zu haben. Alle vier wurden wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung und der Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.
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