Forscher schlägt Alarm

Jugend schaut wenig optimistisch in die Zukunft

Nachrichten
20.03.2024 10:00

Viele junge Leute leben bei uns im Wohlstand, ihre Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten sind so gut wie noch nie. Trotzdem sind die Jungen pessimistischer als früher: Sie haben Angst um ihre finanzielle und mentale Zukunft. Wer seine Probleme nicht lösen kann, gerät immer häufiger auf Abwege.

Der Trend des Jugendoptimismus wird zunehmend von einer pessimistischen Haltung überlagert“, ist der Berliner Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann angesichts seiner neuesten Studie „Jugend in Deutschland“ aus dem Vorjahr alarmiert. Am Dienstag hielt der Forscher auf Einladung des Instituts Suchtprävention der pro mente OÖ einen Vortrag zur Identiätsentwicklung von Jugendlichen – und zog Parallelen zu Oberösterreich.

Jugendliche haben Angst vor Schuldenberg
„Meist haben die Jugendlichen mit ihren Einschätzungen Recht. Viele haben einen siebenten Sinn, was auf sie zukommen wird“, so Hurrelmann. Ein Ergebnis der Studie wäre, dass die Jugendlichen Angst vor ihrer wirtschaftlichen Zukunft haben. Obwohl viele in einer Wohlstandsgesellschaft leben und vom Elternhaus verwöhnt werden, glauben sie, dass sich die gute ökonomische Situation nicht halten lässt. Die Jugend sorgt sich, dass sie mit Schulden nicht zurechtkommt – und das, obwohl die Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten so gut wie noch nie sind. „Die Babyboomer gehen jetzt in Pension. Das heißt, es sind viele Jobs und Möglichkeiten frei“, so Hurrelmann.

Zitat Icon

 Die Jugend hat viele Möglichkeiten und Spielräume, die Welt zu gestalten. Diese verlangen aber auch viele Fähigkeiten von ihnen ab.

Klaus Hurrelmann, Sozialwissenschaftler aus Berlin

Auch die mentalen Herausforderungen sind enorm
Zudem sehen die Jungen ihre mentale Gesundheit in Gefahr. Herausforderungen – wie neue Medien, Erwartungen der Gesellschaft zu Job, Beziehungen oder politischem und sozialem Engagement – wären oft schwer zu koordinieren. Wer Probleme nicht lösen kann, sucht oft andere Wege. Das Öffnen „falscher Druckventile“ (z. B. Depression, Aggression oder Drogen) ist zuletzt vermehrt beobachtet worden.

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