Von der Spitzengastronomie auf die Bildschirme der TV-Zuschauer: Weit ist dieser Weg nicht. Im Gegensatz zu Rosin, Kumptner und Co. entschied sich Juan Amador für ein Leben größtenteils Abseits des Society-Parketts.
Anfang der Woche vergab Wolfgang Rosam im Namen von „Fallstaff“ seine heißbegehrten Awards, am Freitag veröffentlichte der Gourmet-Magazin „Á la carte“ wieder seine Auflistung der hundert besten Restaurants des Landes. Da könnte der beste Koch Österreichs - in jedem Fall der Einzige, der mit phänomenalen drei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde – nicht mehr von Interesse sein.
Juan Amador, dessen Spitzen-Lokal „Amador“ im 19. Wiener Gemeindebezirk kürzlich zum zweiten Mal mit 100/100 „Fallstaff“-Punkten prämiert wurde, schien sich dafür aber nicht allzu sehr in Blitzlicht-Gewitter und Ruhm zu suhlen. Immerhin sind viele seiner Branchenkollegen mittlerweile öfter im Fernsehen, als vor heißen Herdplatten zu sehen. „Also ich habe da nicht so ein persönliches Ego muss ich gestehen. Ich bin nur sehr zielstrebig, wenn es um die Arbeit geht und um die Sache geht“, ließ er die „Krone“ wissen.
Steirereck, Amador und Ikarus
Was die drei Gaststätten verbindet, sind ihre volle Punktzahl im Ranking. Letzteres erreicht diese heuer zum ersten Mal – fast zynisch – bedenkt man, dass gerade Ikarus der griechischen Mythologie zufolge im Höhenflug der Sonne zu nah kam und abstürzte.
Wir wollten wissen, wie es dies zu verhindern gilt: „Indem man das Ganze nicht so wichtig nimmt, also die Auszeichnungen und den ganzen Pressetrubel etc. Man muss normal bleiben, bodenständig bleiben und vor allem auch immer neugierig bleiben. So bliebt auch der Kopf immer in Bewegung und dann kann das eigentlich nicht passieren.“
Auch nach drei Michelin-Sternen, zweifacher (Voll-) Punktlandung im „Fallstaff“-Restaurant-Guide und etliche, anderen Errungenschaften, fehlt es dem 55-Jährigen nicht an Motivation. „Ich stehe jeden Tag mit meinem Team in der Küche“ – Die Auszeichnungen? Für ihn „nicht das Ziel, nur eine Konsequenz meiner Arbeit.“
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