War man nach den ausführlichen und wiederholten Warnungen bisher davon ausgegangen, dass der Mann seine Zahlungen einstellen würde, wurde die Polizei nun eines Besseren belehrt. Der zweite Betrugsfall lief dabei nach exakt demselben Muster ab wie der erste: Der 61-jährige Arbeiter aus dem Bezirk Leibnitz hatte bereits zwischen November 2011 und Februar 2012 einen Betrag von 41.125 Euro mittels Guthaben-Bons telefonisch an eine angebliche Anwaltskanzlei überwiesen.
Trafikantin hatte Alarm geschlagen
Um seinen "Gewinn" von 300.000 Euro zu erhalten, wurde ihm aufgetragen, zu bestimmten Zeitpunkten an seinem Festnetztelefon erreichbar zu sein, um die Codenummern der Bons durchzugeben. Eine aufmerksame Verkäuferin einer Trafik, der die massenhaften Käufe von elektronischen Guthaben-Bons aufgefallen waren, hatte damals die Polizei informiert, die dann sofort eingeschritten war.
Hoffnung auf 630.000 Euro ließ Mann weitermachen
Nun stellte sich heraus, dass die Betrüger den Mann sofort nach Auffliegen des ersten Schwindels wieder kontaktiert hatten und ihn überzeugen konnten, dass nun ein Gewinn von 630.000 Euro auf ihn warte - wenn er nur vorher Steuern, Anwaltskosten usw. zahle. Abermals verständigte dann am Freitag eine aufmerksame Verkäuferin die Polizei, dass der Mann weiter Guthaben-Bons in großer Menge kaufe.
Wie sich herausstellte, hatte der Südsteirer - "der nach wie vor auf seinen Gewinn hofft", so die Polizei - seit Februar insgesamt etwa weitere 57.000 Euro von seinem Ersparten investiert. Ein Gewinn wurde bisher nicht überwiesen, dafür sind die Ersparnisse des Mannes aufgebraucht, so die örtliche Polizei.
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