Mit „Adern“ von Lisa Wentz wird dem Klagenfurter Stadttheater-Publikum heuer bereits das zweite neue Volksstück präsentiert. Premiere wird am 22. Februar gefeiert.
Irgendwo in Tirol - ein Bergdorf in den Fünfzigerjahren: Hier, in der kargen Abgeschiedenheit des Gebirges - weit abseits von glatt geschönter Touristenidylle und Ruhrpott-Romantik - schuften Bergarbeiter in den Minen, um Kupfer- und Silbererze abzubauen. Eine historische Tatsache, der langen Tradition des Tiroler Bergbaus geschuldet, der im 15. und 16. Jahrhundert seine Hochblüte erlebt und Mitte des 20. Jahrhunderts zum Erliegen kommt.
Für Klagenfurt legt Georg Schmiedleitner sein Stadttheater-erprobtes Regiehändchen an die unaufgeregte Liebesgeschichte, die am Donnerstag (19.30 Uhr) Premiere feiert.
Im Schatten dieser Berge ist Lisa Wentz aufgewachsen. Diese Landschaft liegt der jungen Dramatikerin im Blut und ist Teil der eigenen Familiengeschichte und der Gegend, die sie mit ihrem Text „Adern“ erforscht, erschreibt und zurückzuholen sucht, auch wenn vieles nicht überliefert, sondern „nur“ erahnt ist.
2021 wird das neue Volksstück in der Tradition von Marieluise Fleißer oder Horváth mit dem Retzhofer Dramapreis ausgezeichnet und ein Jahr später am Wiener Akademietheater uraufgeführt, wofür der Nestroy als „Bestes Stück“ winkt. Präzise, schnörkellos und auf den Punkt gearbeitet befindet die Presse (fast) geschlossen den kompakten Stoff um einen alleinerziehende Mutter, die der Anzeige eines pragmatischen Witwers folgt, der für sich und seine fünf Kinder eine Frau sucht.
„Adern“ von 22. 2. bis 23.3. am Stadttheater Klagenfurt.
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