Schwere Vorwürfe werden gegen einen steirischen Friseur erhoben. Der Mann soll eine Bekannte bei sich zu Hause mehrfach brutal vergewaltigt haben. Der Beschuldigte bestreitet die Gewalttat. Es sei alles nur ein Missverständnis gewesen, beteuert der 30-Jährige.
Laut Staatsanwaltschaft Graz kennen einander Opfer und Verdächtiger bereits seit mehreren Jahren. Sie hatten sich über einen Ex-Freund der Frau kennengelernt, dessen Friseur der Angeklagte gewesen ist.
Regelmäßiger Kontakt im Internet
Bereits 2022 war es zwischen den beiden zu einer zarten Annäherung gekommen, der Kontakt brach aber wieder ab. Vor einem Jahr meldete sich das spätere Opfer wieder beim Verdächtigen. Über die Onlineplattform Snapchat schrieben sie regelmäßig.
Nachrichten mit Herz-Emojis
Irgendwann trafen sie sich. Die Steirerin hatte eine nahe Verwandte verloren und wollte nicht allein sein, wie sie schilderte. Vor dem Treffen hatten die beiden sich noch viele Nachrichten mit Herz-Emojis geschickt.
Ich habe ihr gleich danach eine Nachricht geschrieben und mich entschuldigt.
Der angeklagte Friseur
In der Wohnung des Friseurmeisters soll es schließlich im Bett zu den brutalen Übergriffen gekommen sein. Das Opfer schildert, dass es geschrien und sich massiv gewehrt habe.
Für „Missverständnis“ entschuldigt
Der 30-Jährige beteuerte bei seinem Prozess in Graz (Vorsitz: Julia Riffel), dass es einvernehmlicher Sex gewesen sei, es lediglich zu einem Missverständnis gekommen sei, für das er sich sofort entschuldigt habe. Weil das Opfer nicht erschienen ist, wird der Prozess Mitte Februar fortgesetzt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.