Vor einer Woche kam es in einem Wiener Gemeindebau zum Drama. Ein Sechsfach-Vater kam auf tragische Weise ums Leben. Seine Witwe und die Kinder möchten nun die Wohnung tauschen.
Mit seinem Tod stürzte ein 48-jähriger Wiener auch seine Witwe sowie seine sechs Kinder in einen seelischen Abgrund.
Denn seit die Kinder mitbekommen haben, wie ihr Vater ums Leben gekommen ist, ist ein Leben in der Wohnung im Schlingerhof für alle Hinterbliebenen kaum auszuhalten. Folglich bat Susanne B. beim Sozialamt um Hilfe. Von dort wurde die Witwe freundlicherweise zu Wiener Wohnen, konkret zu einer Dame von den Wohnpartnern, vermittelt.
„Ich habe unsere Lage erklärt und gefragt, ob ein Wohnungstausch möglich wäre“, so die verzweifelte Witwe. Doch mit dem Hinweis auf „bestehende Vorschriften“ hat die Dame am anderen Ende der Telefonleitung die 38-Jährige eiskalt abgewimmelt. Also keine Spur von Wohnpartnern! Die Familie müsse sich halt für einen Tausch noch fünf (!) Jahre gedulden.
Es ist kaum zu fassen: Wiener Wohnen hat den Wunsch der Witwe und der sechs Halbwaisen nach einem Wohnungstausch eiskalt abgelehnt!
Der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp
„Da die Witwe der Mitarbeiterin von Wiener Wohnen eindringlich geschildert hat, weshalb diese ständige seelische Belastung kaum ertragbar sei, besteht jetzt auch für die Stadtpolitik dringender Handlungsbedarf“, so Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp.
Seit er von Hans Jörg Schimanek über diese Familientragödie mitten im Floridsdorfer Gemeindebau erfahren hat, setzt er sich mit dem Wiener Altbezirksrat für diesen Fall ein: „Wenn Mutter und Kinder täglich mehrfach jene Stelle in der Wohnung passieren müssen, von wo sich ihr Mann und deren Vater in den Tod gestürzt hat, sind spätere psychische Probleme vorprogrammiert.“
Und an die Adresse von Wohnbau-Stadträtin Kathrin Gaál (SPÖ) die klare Botschaft der beiden FPÖler: „Rufen Sie Ihre Mitarbeiter bei Wiener Wohnen zur Ordnung. Und verhelfen Sie bitte der zutiefst getroffenen Familie zum erbetenen Wohnungstausch.“
Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizid-Gedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.
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