Mi, 18. Juli 2018

Stellte sich Polizei

21.05.2012 13:17

Vergewaltiger nach Festnahme "nicht vernehmungsfähig"

Jener Häftling, der Anfang Mai aus dem Wiener Heeresspital geflüchtet war und sich am Freitag freiwillig der Polizei stellte, kann vorerst nicht befragt werden. "Er ist nicht vernehmungsfähig. Laut den Ärzten ist der Mann derzeit realitätsfremd", sagte Erich Huber-Günsthofer von der Vollzugsdirektion am Montag. Details über seine Flucht sind daher noch nicht bekannt.

Der als geistig abnorm eingestufte Niederösterreicher war vor seiner Flucht medikamentös behandelt worden, dann erfolgte eine 15-tägige Unterbrechung, während er untergetaucht war. "Jetzt müssen die Medikamente erst einmal wieder wirken, bevor er befragt werden kann", sagte Huber-Günsthofer. Vorerst rede der Mann nach Auskunft der Ärzte nur "wirres Zeug".

Nach zwei Wochen freiwillig der Polizei gestellt
Der 41-jährige Niederösterreicher, der wegen Vergewaltigung eine mehrjährige Haftstrafe abzusitzen hat, war am 3. Mai zu einer Untersuchung ins Heeresspital in der Wiener Brünner Straße gebracht worden. Dort werden Häftlinge der Justizanstalt Mittersteig behandelt. In dieser Sonderanstalt des heimischen Strafvollzugs sind überwiegend geistig abnorme, aber zurechnungsfähige Straftäter untergebracht.

Der Häftling war schließlich über ein Klofenster aus dem zweiten Stock des Heeresspitals geflüchtet und hielt sich zwei Wochen lang in einem Wald bei Leobersdorf in Niederösterreich versteckt. Am 18. Mai stellte sich der Flüchtling schließlich der Polizei.

Disziplinarverfahren gegen Justizwachebeamten
Gegen den Justizwachebeamten, der den Mann hätte beaufsichtigen sollen, wird ein Disziplinarverfahren eröffnet. Der Beamte habe sich gerade die Hände gewaschen, während der Gefangene aus dem Klofenster türmte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.