„Operation Wildgans“

Drogen-Villa in Graz: „Wir waren nur die Gärtner“

Nachrichten
10.01.2024 18:23

Für die Herstellung von rund einer Tonne Cannabis mieteten Kriminelle Nobel-Objekte, unter anderem eine Villa in Graz, an. Die vier Männer und eine Frau müssen sich seit Mittwoch vor dem Straflandesgericht verantworten.

Auch lang gediente Ermittler trauten ihren Augen kaum, als sie im Zuge der „Operation Wildgans“ zu einer 563 Quadratmeter großen Nobel-Villa im Grazer Bezirk Mariatrost gerufen wurden. Kriminelle hatten das Luxusanwesen angemietet, um das Innere in eine riesige Drogen-Plantage zu verwandeln. Sie verlegten Rohre und Wasserleitungen, kappten Stromleitungen, traten Türen ein und versiegelten Fenster, um die Cannabispflanzen versorgen zu können. Für den unwissenden Besitzer eine Katastrophe, sein Haus war nun sanierungsbedürftig.

Verantwortlich für das Unheil sind laut Staatsanwaltschaft Graz vier Männer und eine Frau zwischen 31 und 47 aus Serbien. Einer mietete das Objekt der Begierde über eine Immobilienfirma an und übergab zuverlässig das Geld.

Nicht nur dieses Objekt, auch andere Wohnungen in Graz und Wien zerstörten sie mit ihren illegalen Geschäften. Rund eine Tonne Suchtgift produzierten sie auf diese Weise laut Anklage pro Jahr.

Verhandlung geht Ende Jänner weiter
Vor Strafrichterin Michaela Lapanje sprachen sie zum ersten Mal, bei der Polizei schwiegen sie eisern. Zwei Männer und die Frau sind teilgeständig. „Wir waren nur die Gärtner“, beteuerten sie, Anweisungen zur Pflege der Pflanzen nahmen sie per Telefon von ihren Auftraggebern entgegen. Außerdem sei die Menge von einer Tonne gewinnbringendem Cannabis völlig überzogen. Die Verhandlung wurde auf Ende Jänner vertagt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Nachrichten
10.01.2024 18:23
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung