Neuer „Info Store“

Werbung für „1000 zusätzliche Polizisten für Wien“

Wien
08.01.2024 19:00

Mit Motorrad, „Detektivkoffer“, Virtual Reality und mehr wirbt Wiens Polizei in einem neuen „Info Store“ auf der Ringstraße um Neuzugänge. Noch heuer soll die Personaloffensive mehr Beamte auf die Straße bringen. Dass die Aufgabe eine „Herausforderung“ ist, wird nicht bestritten.

Vom Polizeimotorrad über Werkzeug für Spurensicherung bis zu Uniformen, schusssicheren Westen und einer Virtual-Reality-Brille, mit der man Einsätze hautnah miterleben kann, ist alles da: Seit Montag wirbt ein „Info Store“ am Schottenring 10 gegenüber der Landespolizeidirektion für den Polizeiberuf in Wien.

Mit vereinten Kräften für mehr Polizei auf der Straße
Hinter dem „Flagship Store“, wie Innenminister Gerhard Karner das neue Angebot bei der Eröffnung nannte, stehen die vereinten Kräfte der Stadt, des Ministeriums, der Landespolizeidirektion und nicht zuletzt des Vereins der Freunde der Wiener Polizei, der mit Präsident Karl Javurek die Miete für die vorerst ersten beiden Jahre bezahlt.

Der Info Store steht allen Besuchern offen, Interessenten erwartet man sich aber vor allem durch Besuche von Schulklassen. Auch soll er als Anlaufstelle für jene fungieren, die schon an Rekrutierungsveranstaltungen teilgenommen haben, aber vielleicht einen zweiten Anlauf brauchen, um sich für die Polizeilaufbahn zu entscheiden. Als Ziel setzt Karner „1000 zusätzliche Polizisten für Wien in diesem Jahr“ an.

Polizei „so darstellen, dass es für Junge passt“
Polizeipräsident Gerhard Pürstl hofft auf den Info Store als Hilfe bei der „Herausforderung, den Beruf so zu präsentieren und zu gestalten, dass es auch für junge Menschen passt“, trotz unregelmäßiger Dienste, Nachtarbeit, Überstunden und anderem, was eine Work-Life-Balance erschwert.

Bürgermeister Michael Ludwig wiederum pochte darauf, dass die rekrutierten Polizisten tatsächlich in Wien zum Einsatz kommen und nicht etwa - „weil die Ausbildung hier so gut ist“ - im Bundesdienst. Nicht zuletzt trage das Sicherheitsniveau zu Wiens Ruf als lebenswerte Stadt bei, weshalb er bekenne: „Mir als Wiener Bürgermeister kann es gar nicht genug Polizistinnen und Polizisten auf Wiens Straßen geben.“

„Manche glauben, sie sind sofort bei einer Sonderabteilung“
Claudia Holzgruber leitet bei der Wiener Polizei die Rekrutierungsoffensive. Im Interview spricht sie darüber, wen die Polizei ansprechen will, und welche falschen Vorstellungen vom Polizeiberuf sie manchmal korrigieren muss.

„Krone“: Frau Holzgruber, wie wirkt sich die Rekrutierungsoffensive bisher aus?Claudia Holzgruber: Wir merken, dass sich immer mehr Menschen für den Beruf interessieren, die bereits eine Ausbildung oder einen Beruf haben - das ist für uns ein Vorteil, weil das Menschen mit Erfahrung sind. Gepaart mit ganz jungen Einsteigern ist das für uns die Idealvariante.

Zitat Icon

Das Wichtigste ist der Dienst auf einer Polizeiinspektion - und das Schönste meiner Meinung nach auch.

Claudia Holzgruber, Leiterin Rekrutierung bei der Wiener Polizei

Ist ein „Info Store“, bei dem Menschen ja auf Sie zukommen müssen, überhaupt zielführend?
Wir waren 2023 bei 170 Veranstaltungen, in Schulen und haben das Recruiting Center in der Ausstellungsstraße. Das läuft alles weiter. Der Info Store dient dazu, dass Leute vielleicht letzte Informationen oder noch einen Berührungspunkt zur Polizei für Ihre Entscheidung brauchen.

Was sind denn die häufigsten falschen Vorstellungen vom Beruf bei Einsteigern?
Manche glauben, sie sind sofort bei einer Sonderabteilung. Das Wichtigste ist aber der Dienst auf einer Polizeiinspektion - und das Schönste meiner Meinung nach auch. Das sind Erfahrungen, die einem keiner nehmen kann.

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