Angriff auf Zivilisten
Russen beschießen Evakuierungszug in Cherson
Als 140 Menschen im ukrainischen Cherson am Stefanitag auf die Abfahrt eines Evakuierungszuges warten, wird der Bahnhof von russischen Raketen getroffen. Bei dem Beschuss verlor ein Polizist sein Leben, weitere Menschen - unter ihnen Zivilisten - wurden verletzt.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurde der Bahnhof von Cherson kurz vor der geplanten Abfahrt angegriffen. Bei dem Beschuss seien ein Polizist getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, ergänzte Innenminister Ihor Klymenko. Die Polizei habe rund 140 am Bahnhof wartende Zivilisten in Sicherheit gebracht.
Die Stadt sei am Dienstagabend „massiv bombardiert“ worden, als sich die Zivilisten gerade aus der Stadt in Sicherheit bringen wollten.
Auch Zivilisten durch Splitter verletzt
Durch Splitter seien zwei weitere Polizisten und zwei Zivilisten verletzt worden. Sämtliche Rettungsdienste seien im Einsatz gewesen. Laut der ukrainischen Bahngesellschaft Ukrsalisnyzja wurden der Bahnhof und der Evakuierungszug beschädigt. Die Bahnstrecke sei jedoch weiterhin befahrbar.
Kiew: 32 von 46 russischen Drohnen abgeschossen
In der Nacht auf Mittwoch gab es mehrere Angriffswellen mit Drohnen, wie die Regierung in Kiew mitteilte. Wie die ukrainische Luftwaffe auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte, konnten 32 von insgesamt 46 Drohnen abgeschossen werden. Die meisten Drohnen, die nicht abgeschossen werden konnten, trafen demnach die Frontgebiete vor allem in der südlichen Region Cherson.
Moskau stationiert Artilleriesysteme an Grenze zu Finnland und Norwegen
Russland will indes nach Angaben des Rüstungskonzerns Rostec seine modernsten Artilleriesysteme bald an der Grenze zu Finnland und Norwegen stationieren. Die Tests der neuen selbstfahrenden Haubitzen Coalition-SV seien abgeschlossen und die Massenproduktion habe bereits begonnen, erklärte Rostec-Chef Sergej Tschemesow der staatlichen Nachrichtenagentur RIA. In den kommenden Tagen werde die erste Serienproduktion ausgeliefert.
„Ich denke, dass sie dort bald zum Einsatz kommen werden, denn Haubitzen dieser Klasse sind notwendig, um westliche Artilleriemodelle in der Reichweite zu übertreffen.“ Präsident Wladimir Putin hatte mit dem NATO-Beitritt Finnlands angekündigt, dass Russland seine Streitkräfte an den Westgrenzen des Landes verstärken werde.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.