"Dieser Wechsel gibt mir die Möglichkeit, auf internationaler Ebene in einem europäischen Top-Klub zu spielen. Ich habe mich nicht gegen den FC, sondern für diese tolle Chance in meiner sportlichen Laufbahn entschieden", ließ Podolski seine Fans wissen und stellte klar: "Die Entscheidung für diesen Schritt ist mir nicht leicht gefallen, da der 1. FC Köln, die Fans und die Stadt für mich etwas ganz Besonderes sind. Ich werde den FC immer in meinem Herzen tragen."
Für Köln geht's jetzt um den Klassenerhalt
Wie es in Köln ohne Podolski weiter gehen wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Im Fernduell mit Hertha BSC muss der FC zunächst am letzten Spieltag am Samstag im Heimspiel gegen Rekordmeister Bayern München den Relegationsplatz zu sichern, um dann im Duell gegen den Zweitliga-Dritten die Klasse zu halten. Daran will Podolski noch einmal entscheidenden Anteil haben. "Wir müssen jetzt gemeinsam alle Kräfte bündeln und uns ausschließlich auf den Klassenerhalt konzentrieren", sagte der 95-malige Nationalspieler.
Kölns Geschäftsführer Claus Horstmann bedauert den Verlust seines Starspielers: "Wir waren zu einem wettbewerbsfähigen Angebot bereit und hätten den Vertrag mit Lukas Podolski auf dieser Basis gerne verlängert." Allerdings stellte Horstmann auch klar: "Die frühe Wechsel-Entscheidung gibt uns dennoch Planungssicherheit. Das ist gut so. Wir werden die Chance nutzen, den Transfererlös in die Qualität der Profi-Mannschaft sowie in die Nachwuchsförderung zu investieren."
Letzte Chance auf Top-Karriere?
Für Podolski, der in London unter Teammanager Arsene Wenger zusammen mit seinem Nationalmannschaftskollegen Per Mertesacker spielen wird, ist es der zweite Versuch, Fuß auf der großen Fußball-Bühne zu fassen. Zwischen 2006 und 2009 spielte der gebürtige Pole bei Rekordmeister Bayern München, ohne dabei auch nur ansatzweise an seine teilweise überragenden Leistungen in der Nationalmannschaft anknüpfen zu können. Die Rückkehr 2009 für zehn Millionen Euro nach Köln sahen viele Kritiker als Rückschritt an, zumal der FC in den drei Jahren nie die gesteckten Erwartungen erfüllen konnte.
Jetzt zieht Podolski nach insgesamt 180 Pflichtspielen (86 Tore) einen Schlussstrich unter seine Liebesbeziehung zum FC und startet einen neuen Anlauf. Er hinterlässt einen Verein am Rande des Nervenzusammenbruchs, der sich ohne seine Star erst wieder neu finden muss.
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