Kommissar Zufall half

Gesuchter Juwelendieb in Routinekontrolle geraten

Kärnten
06.12.2023 08:30

Kommissar Zufall wurde dem international gesuchten Juwelier-Einbrecher von Villach zum Verhängnis. Der Rumäne tappte in Irland in eine Kontrolle.

Ganovenehre - von wegen: Nach dem Juweliercoup in Villach im September des Vorjahres brauste einer der Täter mit dem Fluchtauto in Richtung Italien davon - und ließ seinen Komplizen kurzerhand zurück. Dieser versuchte in Folge zu Fuß über den Wurzenpass zu entkommen, wo er allerdings im Zuge der Großfahndung kurz vor der slowenischen Grenze gefasst werden konnte. 

Sein ehrenloser Partner hingegen schaffte es, den österreichischen Boden zu verlassen. Wie die Ermittler anhand der Kennzeichenerfassung schließlich nachvollziehen konnten. Allerdings wussten die Fahnder recht schnell, wen sie jagen. „Wir hatten seine DNA-Spuren sichergestellt, und schließlich auch einen Treffer in der Datenbank. Der Verdächtige war für die Polizei kein Unbekannter“, so Dietmar Koller, Chef der Kriminalabteilung Villach.

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Die beiden couragierten Zeugen, die nach dem Einbruch die Verdächtigen in Villach kurzzeitig verfolgten, haben uns wichtige Hinweise bezüglich der Fluchtrouten der Täter geben können.

Dietmar Koller, Chefermittler der Kriminalabteilung in Villach

Ein Berufskrimineller also, wie er im Buche steht. Der 37-Jährige suchte indessen sprichwörtlich das Weite. Was den Rumänen bis nach Irland führte. Und hier stand den Ermittlern schließlich Kommissar Zufall zur Seite. Offenbar hatte der Rumäne nicht geahnt, dass seine Identität von den Kärntner Fahndern bereits entlarvt worden war - und wies sich so auf der „grünen Insel“ auch mit seinen Originaldokumenten aus.

„Der Verdächtige ist bei einer routinemäßigen Personenkontrolle aufgeflogen. Da wir ihn per internationalem Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben hatten, schrillten bei den irischen Kollegen beim Abgleich seiner Daten umgehend die Alarmglocken“, schildert Dietmar Koller. Nach der Auslieferung an die österreichischen Behörden wartet der 37-Jährige nun in Klagenfurt in der Untersuchungshaft auf seinen Prozess. 

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