Vor genau drei Jahren gab Mathias Graf beim Europacup im Pitztal als Sechster sein Skicross-Debüt. Was dann kam, war atemberaubend. Schon beim dritten Einsatz feierte der Dornbirner den ersten Sieg - sieben weitere folgten in der Saison 2021/22. Als Gewinner der Gesamtwertung ging es im Dezember 2022 ausgestattet mit einem fixen Startplatz in den Weltcup.
Und auch dort ließ der Kästle-Pilot bereits beim zweiten Einsatz die gesamte Konkurrenz hinter sich und holte in Val Thorens (Fra) seinen ersten von bislang zwei Weltcupsiegen. „Damit habe ich schon viel mehr erreicht, als mir die meisten je zugetraut hätten“, sagt der 27-Jährige, der am Samstag im Pitztal seine Saison beim Europacup eröffnet. „Deshalb gehe ich auch ohne Druck in diese Saison. Zumal ich weiß, wie schnell alles vorbei sein kann.“
100 Kilo bei Topstars Standard
Etwas, dass Graf im vergangenen Winter auch am eigenen Leib erfahren musste. Bei der WM in Georgien wurde er abgeschossen, das Sprunggelenk in Mitleidenschaft gezogen. Dazu kamen noch andere, teils langwierige Verletzungen, die Graf aber erst gar nicht erwähnte. „Jetzt ist aber alles gut, ich bin topfit“, verrät der Modellathlet, der für diesen Winter noch einmal ein paar Kilo draufgepackt und die 100er-Marke geknackt hat. „Das ist bei den Topleuten Standard.“
Oft kopiert, nie erreicht
Die Form passe, „auch wenn wir mangels Schnees nicht so viel gefahren sind, wie in den Jahren zuvor“, erklärt Graf, der sich mit seinen Erfolgen in der Szene ein anderes Standing erfahren konnte. „Das ist schön, aber ich konzentriere mich lieber auf mich selbst. Klar merke ich, dass mich der eine oder andere zu kopieren versucht.“ Lächelnder Nachsatz: „Eine Kopie ist aber nur selten so gut wie das Original.“
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