Jugendliche filmten

Braunauer wegen „schiefer Blicke“ verprügelt

Oberösterreich
21.11.2023 12:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Im Sommer wurden zwei Braunauer mitten am Stadtplatz von zunächst Unbekannten verprügelt und anschließend beraubt. Nun konnte der Haupttäter, ein 18-jähriger Syrer aus Deutschland, verhaftet und ausgeliefert werden. Sein Tatmotiv: „schiefe Blicke“.

Es geschah in der Nacht auf 6. August: Zwei Braunauer, 23 und 37 Jahre alt, warteten am Stadtplatz in Braunau auf ein Taxi.  Plötzlich wurden sie offenbar grundlos von einer Personengruppe angegriffen, mehrmals geschlagen und den beiden Opfern wurde dann ein Mobiltelefon und weitere Wertgegenstände geraubt. Nach lautstarken Hilferufen der am Boden liegenden Opfer, flüchteten die Täter zunächst in unbekannte Richtung und später dann in das benachbarte Deutschland.

Suche zunächst erfolglos
Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen durch mehrere Streifen blieben erfolglos. Die beiden Opfer wurden im Zuge des Überfalles verletzt und mussten im Krankenhaus Braunau behandelt werden. Die weiteren Ermittlungen zur Tat wurden vom Koordinierten Kriminaldienst (KKD) des BPK Braunau übernommen. Nach mehrwöchigen Ermittlungen, unter nach Hinweisen aus der Bevölkerung, konnte ein in Deutschland aufhältiger, syrischer Staatsbürger (18) als Haupttäter, sowie daraufhin dessen 15-jähriger Bruder als Mittäter ausgeforscht werden.

Täter geständig
Ein europäischer Haftbefehl wurde ausgestellt und der Mann wurde schließlich am 10. Oktober in Simbach verhaftet. Der Syrer befand sich seither in Auslieferungshaft. Am 7. November 2023 wurde der 18-jährige Haupttäter an österreichische Behörden ausgeliefert, durch Beamte des KKD Braunau übernommen und nach Abschluss seiner Vernehmung, in welcher er sich umfassend geständig zeigte, in die Justizanstalt Ried eingeliefert.

Jugendliche filmten Tat
Als Motiv für die Tat nannte der Syrer „falsche Blicke“ und fehlenden Respekt gegenüber seiner arabischen Herkunft. Schlimm: Im Zuge der umfassenden Ermittlungen wurden mehrere Jugendliche ausgeforscht, welche die Tat gefilmt und in Folge über Soziale Medien verbreitet haben.  Sämtliche zur Tatzeit anwesende Jugendliche werden der Staatsanwaltschaft Ried wegen „Unterlassung der Verhinderung einer mit Strafe bedrohten Handlung“ zur Anzeige gebracht.

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