Mi, 12. Dezember 2018

Erste Liga

23.03.2012 22:47

WAC/St. Andrä dank Altach-Patzer Tabellenführer

WAC/St. Andrä hat am Freitagabend die Tabellenführung in der Erste-Liga übernommen. Die Kärntner gewannen in der 25. Runde auswärts gegen Schlusslicht Hartberg 3:0 und überholten den bisherigen Leader Altach, der daheim gegen den Abstiegskandidaten FC Lustenau nicht über ein 1:1 hinauskam.

Im Verfolgerduell gewann Austria Lustenau daheim gegen den LASK 2:1. Blau-Weiß Linz und Grödig trennten sich 1:1, der Vorletzte Vienna kam zu einem 0:0-Heimremis gegen St. Pölten. In der Tabelle führt WAC/St. Andrä mit 48 Punkten vor Altach (46), dem LASK (42) und Austria Lustenau (41).

TSV Hartberg - WAC/St. Andrä 0:3 (0:2)
Die Gäste gingen früh und hoch verdient in Führung. Nach Flanke von Baldauf kam Goalie Rindler zu zögerlich aus seinem Tor und Topcagic hatte keine Mühe, seinen sechsten Saisontreffer zu markieren (20.). WAC/St. Andrä blieb am Drücker und legte nur zwölf Minuten später nach. Jacobo erzielte mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze das 2:0 (32.).

Lediglich die Erinnerungen an das spektakuläre Heimmatch gegen WAC/St. Andrä am 12. August gaben den Hartbergern und ihren Fans noch Hoffnung. Damals war man nach 27 Minuten bereits 0:3 zurück gelegen, am Ende aber noch als 4:3-Sieger vom Rasen gegangen. Von einem derartigen Spektakel waren die Steirer dieses Mal aber weit entfernt.

Die Hausherren erhöhten zwar nach dem Wechsel ein wenig den Druck, mit dem 0:3 durch Falk (54.) war das Match aber gelaufen. Der Führende der Torschützenliste schraubte sein Konto mit einem Kopfball nach Kröpfl-Flanke auf 17 Saison-Treffer. Die Hartberger sind mittlerweile vier Runden sieglos, in den jüngsten zwölf Partien gelang gerade einmal ein voller Erfolg.

Vienna - SKN St. Pölten 0:0
Nichts ist es aus dem dritten Sieg der Vienna über Lieblingsgegner St. Pölten geworden. Der Tabellenvorletzte aus Döbling musste sich nach einer intensiv geführten Partie mit wenigen Torchancen mit einer Nullnummer gegen die Niederösterreicher begnügen, die zuvor in dieser Saison 1:3 (auswärts) und 0:3 (heim) gegen die Blau-Gelben verloren hatten.

Damit hat die Vienna in den jüngsten neun Runden nur zwei Zähler geholt. Ihr letzter Sieg datiert vom 21. Oktober in St. Pölten, der letzte Heimerfolg sogar vom 23. September (2:0 gegen Austria Lustenau) des Vorjahres. Die St. Pöltener, für die Hofbauer in Minute 15 die Querlatte getroffen hatte, haben als Tabellensechster bereits 13 Zähler Vorsprung auf Schlusslicht Hartberg.

FC Blau-Weiß Linz - SV Scholz Grödig 1:1 (1:1)
Parapatits brachte die Truppe von Heimo Pfeifenberger mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck nach einer halben Stunde in Führung, kurz vor der Pause glich Hartl (44.) ins lange Eck aus. Mit dem Remis fanden außerdem die am 25. November begonnenen Serien beider Klubs ihre Fortsetzung. Blau-Weiß hat seither nicht mehr gewonnen, Grödig nicht mehr verloren.

SCR Altach - FC Lustenau 1:1 (0:0)
Von Beginn an war kein Unterschied zwischen den in Weiß gekleideten Hausherren und den Blauen aus Lustenau zu sehen, beide Teams agierten wie potenzielle Regionalligisten. Bei Altach lief vor allem in der ersten Hälfte überhaupt nichts zusammen, während die Gäste durch Zellhofer nach Riesenschnitzer von Schösswendter eine Topchance hatten, die Schlussmann Kobras mit einer Glanztat entschärfte (26.).

In der zweiten Hälfte durfte sich Florian Zellhofer dann aber doch über seinen siebenten Saisontreffer freuen. Nach einem Eckball zog er von der Strafraumgrenze ab, wobei sein Schuss noch von Erbek unhaltbar für Kobras abgefälscht wurde. Diesen Vorsprung versuchten die Lustenauer über die Zeit zu bringen, doch Petr Vorisek vereitelte dieses Vorhaben mit einem Freistoßtor in der Nachspielzeit.

Austria Lustenau - LASK Linz 2:1 (0:0)
In Lustenau fehlten zwar lange Zeit Tore, die 3.400 Zuschauer sahen jedoch im Reichshofstadion ein flottes Match. Schließlich wollten beide Teams keine Punkte liegenlassen und den Kontakt zur Spitze halten. Der LASK gab größtenteils den Ton, Aufhauser scheiterte per Kopf knapp (8.), Aigner traf ebenfalls per Kopf die Stange (34.).

Bei den Lustenauern prüfte Ex-Champions-League-Kicker Boya mit einem Fernschuss den blendend reagierenden LASK-Keeper Mandl (18.). Mitte der zweiten Spielhälfte traf Boya dann aber doch. Der 28-Jährige war nach einer unglücklichen Kopfball-Verlängerung von Aigner zur Stelle und schoss wuchtig zum 1:0 (68.) ein.

Nur sechs Minuten später erhöhte der eingewechselte Thiago mit einem Volley-Schupfer aus spitzem Winkel auf 2:0 (74.). Der LASK stemmte sich gegen die Niederlage und verkürzte durch Kaufmann auf 1:2 (84.), der Ausgleich gelang aber nicht mehr. Damit war die erste Liga-Pleite der Linzer seit 21. Oktober 2011 perfekt. Und die Zweitliga-Bilanz des LASK gegen die Lustenauer Austria bleibt düster: in 26 Partien setzte es bei drei Siegen und neun Remis gleich 14 Niederlagen.

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