Das erste Begräbnis nach dem Unfalldrama von Wien-Favoriten fand bereits am Mittwoch in Istanbul statt: Dorthin war der 21-jährige Murat mit dem Sarg seiner toten Mutter Seyhan S. (59) von Wien-Schwechat aus geflogen, wie es die Tradition will.
Ehemann konnte nicht mit aufs Begräbnis
Diese schwere Last musste Murat übernehmen, weil sein Vater nicht mitfliegen konnte. Er hat ein Herzleiden und muss rund um die Uhr betreut werden – das tat bis zum 8. Februar immer Murats Mutter. Jetzt muss sich Murat um alles kümmern. Die geplante Ausbildung, um endlich vom Security-Job Abschied nehmen zu können, muss warten.
Ayses Mutter erfuhr erst spät vom Tod der Tochter
Seine Nachbarin war die zwölfjährige Ayse Nur N., auch sie wurde an jenem verhängnisvollen 8. Februar um 11.17 Uhr von dem Lkw überrollt und starb. Ayses Mutter überlebte damals, wenn auch schwerst verletzt. Am vergangenen Samstag mussten ihr im AKH beide Beine amputiert werden. Erst dann erfuhr sie vom Tod ihrer Tochter, die nun beerdigt wurde.
Und als ob das nicht schon genug wäre, konnte auch Ayses Vater dem Begräbnis auf dem islamischen Friedhof in Inzersdorf (Bild) nicht beiwohnen. Sein Körper machte den Schicksalsschlag nicht mit: Am Wochenende hatte er einen Schlaganfall und liegt jetzt halbseitig gelähmt im Spital.
Spendenkonto eingerichtet
Für die Angehörigen der beiden Familien hat die Caritas nun ein Spendenkonto eingerichtet.
PSK-Kontonummer: 7.700.004
BLZ: 60.000
Kennwort: "Krone-Soforthilfe"
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