Angesichts der zahlreichen Chancen seiner Elf war Schöttel "natürlich enttäuscht", allerdings konnte er auch nicht seine Wunschelf aufs Feld schicken. Deni Alar war auf der ungewohnten rechten Flanke gefragt und im defensiven Mittelfeld ersetzte der im Herbst nur sporadisch eingesetzte Boris Prokopic Thomas Prager. Auch die Bodenverhältnisse kamen seinem Team nicht unbedingt entgegen. Dennoch gab es für das Terrain angesichts der schwierigen Voraussetzungen Extralob von Schöttel: "Das flüssige Spiel kommt da nicht zustande, aber der Platz war für die Bedingungen sensationell."
Diesbezüglich muss sich Schöttel im Hinblick auf das Derby kaum Sorgen machen. Denn am kommenden Samstag könnte das Thermometer im Ernst-Happel-Stadion, das auch mit einer Rasenheizung gewappnet ist, über Null klettern.
Neustadts Stöger "vollauf zufrieden"
Auch Wiener Neustadts Trainer Peter Stöger war vom Rasen beeindruckt. "Wir haben sicher schon Spiele unter viel schlechteren Bedingungen gehabt", erklärte der 45-Jährige, der mit der Leistung seiner Mannschaft "vollauf zufrieden" war. Vom Schlusslicht Kapfenberg ist man durch 13 Punkte getrennt, den Vorsprung auf Mattersburg hat man auf sechs Zähler ausgebaut.
"Jörg hat super gehalten"
Mann des Abends war zweifelsohne Neustadt-Goalie Jörg Siebenhandl. Vor den Augen von Teamchef Marcel Koller lieferte der 23-Jährige, der bereits unter Interimsteamchef Willi Ruttensteiner im September erstmals in den ÖFB-A-Kader einberufen worden war, eine überzeugende Vorstellung ab. "Der Jörg hat super gehalten", konstatierte Stöger und war überzeugt: "Er ist immer aktiv und gibt nie einen Ball auf. Ich meine, er hat eine große Zukunft für sich."
Auch Rapids Solospitze Guido Burgstaller, der im vergangenen Sommer aus Wiener Neustadt nach Hütteldorf gewechselt war, zeigte sich von den Taten des gegnerischen Tormanns beeindruckt. "Der Unterschied war einfach, dass Siebenhandl sensationell gehalten hat", erklärte der 22-Jährige. Und der von Rapid im Winter leihweise nach Neustadt gewechselte Christoph Saurer bestätigte: "Er hatte einen sehr hohen Anteil am Ergebnis."
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.