Nach Horror-Unfall

Wien: Mutter weiß noch nicht, dass ihre Ayse tot ist

Österreich
09.02.2012 17:54
Es ist eine Familientragödie, die sich da am Mittwoch um 11.17 Uhr auf der Laxenburger Straße in Wien-Favoriten abgespielt hat. Während die Mutter (39) des zwölfjährigen Mädchens im künstlichen Tiefschlaf liegt und noch nicht weiß, dass ihre Ayse Nur tot ist, entbrennt in Wien erneut eine Schutzweg-Diskussion.

Gegen den tonnenschweren Lkw hatte die zwölfjährige Ayse Nur N. keine Chance. Als sie am Mittwoch gemeinsam mit ihrer Mutter und einer weiteren Verwandten einen Schutzweg auf der Laxenburger Straße überqueren wollte, übersah sie der 26-jährige Laster-Fahrer. Das Mädchen und seine Verwandte waren sofort tot. Zwar rollte der Lkw auch über Mutter Hülya, doch die 39-Jährige überlebte und liegt mit schwersten Verletzungen im künstlichen Tiefschlaf im AKH.

Sind Schutzwege sicher genug?
Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit kommt es an Schutzwegen mit Ampelregelung – wie jenem in Favoriten – selten zu Unfällen. Doch an jedem vierten tödlichen Verkehrsunfall ist ein Lkw beteiligt. Obwohl die Polizei sagt, der Fahrer sei von der Sonne geblendet worden, hagelt es Kritik: "Wenn man nichts sieht, muss man stehen bleiben und umso mehr aufpassen. Das wird Berufsfahrern alle fünf Jahre eingetrichtert", sagt Horst Lassnig vom Ausbilder- und Prüfer-Club des Kuratoriums.

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