Der russische Angriffskrieg in seiner ukrainischen Heimat beschäftigt Top-Schwimmer Mychajlo Romantschuk nach eigenen Angaben täglich und häufig auch in der Nacht. „Momentan träume ich fast nur vom Krieg, aber es gibt manche Tage, da kann ich mich davon erholen, weil ich tatsächlich vom Schwimmen träume“, sagte der 26-Jährige im Interview der „Süddeutschen Zeitung“.
Romantschuk sprach zudem über Freunde, die er im Krieg verloren habe. „Einer davon, ein junger, so talentierter Leichtathlet, hat sich freiwillig bei der Armee gemeldet, um unser Land zu verteidigen. Sie haben ihn dann in die Hölle geschickt, nach Bachmut. Er ist ihr nicht entkommen“, sagte er. „Es ist so traurig, wenn ich daran denke, weil wir zwei Wochen vor dem Angriff der Russen noch bei uns zu Hause alle zum Abendessen zusammensaßen. Wir dachten in keiner Sekunde an Krieg, dass so etwas passieren kann. Es war das letzte Mal, dass wir ihn gesehen haben. Wenn man solche Nachrichten bekommt, dann verändert das vieles in deinem Kopf.“
Flucht nach Deutschland
Romantschuk lebt wegen des Krieges nicht mehr in seinem Geburtsland. Der Langstreckenspezialist hat sich der Trainingsgruppe um den deutschen Freiwasser-Olympiasieger Florian Wellbrock in Magdeburg angeschlossen.








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