Aus Museum geklaut

Wien: 5000 Euro Finderlohn für wertvolles Gemälde

Wien
18.06.2023 10:57

100.000 Euro wert und nur im A4-Format ist das Frühwerk „Hinter dem Schweißtuch der Veronika“ von Maler Ernst Fuchs. Das Unikat wurde aus dem Wiener Museum entwendet.

Idyllisch liegt die Otto-Wagner-Villa des 2015 verstorbenen Malerfürsten Ernst Fuchs an der Wiener Hüttelbergstraße. Doch irgendwann zwischen Montag und Freitag der vergangenen Woche, so heißt es zumindest seitens der Landespolizeidirektion Wien, wurde die Penzinger Idylle jäh unterbrochen.

„Für meinen Vater war das Bild ein ganz besonderes“
Ein oder mehrere Unbekannte dürften unbemerkt in das Ernst-Fuchs-Museum eingedrungen sein, um an einen wertvollen Schatz zu kommen. Es handelt sich nicht um irgendein Gemälde des Mitbegründers der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. „Für meinen Vater war das Bild ein ganz besonderes“, erzählt Tillmann Fuchs, Sohn des Malers und Vorstand der renommierten Fuchs-Stiftung gegenüber der „Krone“.

Denn der Malerfürst habe das kleine Werk 1953 in seiner Frühphase erstellt. „Er hat mir erzählt, dass er damals in Paris auf der Straße lebte, dort, weil er mittellos war, nur kleine Gemälde malte, die man sich unter den Arm klemmen konnte“, so Tillmann Fuchs. Ein Umstand, der dem Bild, das 100.000 Euro wert sein soll, nun zum Verhängnis wurde. Das Format eignete sich ideal, um es unter der Jacke oder in einer Tasche verschwinden zu lassen.

Auch kunstgeschichtlich muss sich der Täter ausgekannt haben. Denn das eigenwillige, surreale Gemälde zeigt das Schweißtuch, das Jesus auf seinem Kreuzweg durch Veronika überreicht wurde - in der Ikonografie ein äußerst wichtiges Motiv.

Von „Daphne“-Bronze fehlt bisher ebenso jede Spur 
Die Sicherheitsmaßnahmen in der Fuchs-Villa, die als gut bezeichnet werden, müssen nun gänzlich überdacht werden. Denn schon im März wurde die 36x15 Zentimeter große Bronze-Statue „Daphne“ (der Wert liegt bei rund 3500 Euro) aus dem Architekturjuwel gestohlen.

Die Sicherheitsmaßnahmen in der Fuchs-Villa, die als gut bezeichnet werden, müssen nun gänzlich überdacht werden. Denn schon im März wurde die 36x15 Zentimeter große Bronze-Statue „Daphne“ (der Wert liegt bei rund 3500 Euro) aus dem Architekturjuwel gestohlen.

5000 Euro als Finderlohn
Während das Landeskriminalamt ermittelt, lobte die Stiftung 5000 Euro Belohnung für Hinweise (abzugeben unter 01-31310-33800) oder bei einer allfälligen Rückgabe des Gemäldes aus. Es bleibt zu hoffen, dass das Unikat nicht in der privaten Sammlung eines Kunstliebhabers gelandet ist.

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