Der junge Mann leidet an Wahnvorstellungen, hat eine gespaltene Persönlichkeit. Deshalb war er auch in psychiatrischer Behandlung. Allerdings nimmt er seine Medikamente nicht mehr ein, weil sie ihn "so müde" machen.
Am Mittwoch gegen 4.30 Uhr früh kam wieder sein "zweites Ich" zum Vorschein, das ihm befahl, seine Großeltern zu töten. Der 21-Jährige zündete in seiner Zwei-Zimmer-Wohnung im ersten Stockwerk des Einfamilienhauses in Straßgang an mehreren Stellen Papier und Textilien an. Danach ging er ins Parterre und bestellte sich via Festnetztelefon ein Taxi, mit dem er dann ziel- und planlos durch die Stadt fuhr.
"Hat zugegeben, dass er die Großeltern umbringen wollte"
Die 73-jährige Großmutter des jungen Mannes war durch den Anruf wach geworden, weckte ihren gleichaltrigen Mann und alarmierte die Feuerwehr. Die konnte den Brand löschen, allerdings entstand ein Schaden von etwa 10.000 Euro.
Polizisten gelang es, den Taxler, mit dem der Brandleger unterwegs war, zu kontaktieren – der fuhr mit seinem gefährlichen Fahrgast sofort zur nächsten Polizeiinspektion. Danach wurde der 21-Jährige in die Sigmund-Freud-Klinik gebracht.
"Er hat zugegeben, dass er die Großeltern umbringen wollte", sagte Norbert Rabitsch vom Kriminalreferat der Grazer Polizei. Ein Gerichtspsychiater soll nun beurteilen, ob der Drogenabhängige zur Tatzeit zurechnungsfähig war oder nicht.








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