Play-off-Rückspiele

Portugal, Kroatien, Irland & Tschechien lösen EM-Tickets

Fußball
16.11.2011 10:45
Portugal hat am Dienstagabend als letztes Play-off-Team das Ticket zur EURO 2012 gelöst. Die Elf um Real-Star Cristiano Ronaldo feierte gegen Bosnien-Herzegowina ein 6:2-Schützenfest, das Hinspiel hatte torlos geendet. Auch im Duell Kroatien gegen die Türkei setzte sich der Favorit durch. Der Mannschaft von Slaven Bilic genügte nach dem 3:0 im Hinspiel ein 0:0 in Zagreb. Für Guus Hiddink war es die letzte Partie auf der Trainerbank der Türken, der Niederländer trat am Mittwoch zurück. Ebenfalls weiter sind die Tschechen, die in Montenegro 1:0 gewannen sowie Giovanni Trapattonis Iren, die 1:1 gegen Estland spielten.

Portugal führte durch Tore von Ronaldo (8.) und Nani (24.) rasch 2:0, ein von Zvjezdan Misimovic verwandelter Elfmeter (41.) brachte die Gäste aber zurück ins Spiel. Auf das 3:1 durch Ronaldo (53.) antworteten die Bosnier trotz einer Roten Karte für Senad Lulic (54.) mit dem neuerlichen Anschlusstreffer durch Emir Spahic (65.). Im Finish machte sich die numerische Überlegenheit der Portugiesen aber deutlich bemerkbar. Helder Postiga (72., 82.) und Miguel Veloso (80.) sorgten mit drei Toren in zehn Minuten noch für einen Kantersieg.

Kroatien gelingt Revanche gegen die Türkei
Die Kroaten brachten in Zagreb ein 0:0 über die Zeit. Damit gelang die erfolgreiche Revanche für das Aus im Elfmeterschießen im Viertelfinale der EURO 2008 in Wien. Schon vor dem Rückspiel hatten türkische Medien von einem Rücktritt Hiddinks berichtet. Der 65-jährige Niederländer, der 2008 noch Russland ins EM-Halbfinale geführt hatte, soll laut russischen Medien zum neureichen Klub Anschi Machatschkala wechseln. Die Türkei hatte der Startrainer nach der verpassten WM 2010 übernommen. Unter Hiddink verpassten die Türken aber bereits ihr zweites Großereignis in Folge.

Tschechien hat es wieder geschafft
Tschechien dagegen ist zumindest bei Europameisterschaften Stammgast. Die Tschechen haben sich seit 1996 für alle Kontinentalturniere qualifiziert. In Montenegro mussten sie sich allerdings lange Zeit auf Glanzparaden ihres Startorhüters Petr Cech verlassen, um nach dem 2:0-Sieg im Hinspiel gegen tapfer kämpfende Hausherren nicht noch in Bedrängnis zu geraten. Ein Kontertor von Petr Jiracek brachte in der 81. Minute die Erlösung.

Irland ließ gegen Estland nichts anbrennen
Irland vermochte vor 50.000 Zuschauern in Dublin zwar nicht zu glänzen, musste das aber auch nicht. Nach einem 4:0 in Estland begnügte man sich mit einem 1:1 (1:0). Die Tore erzielten Stephen Ward (32.) und Konstantin Vassiljev (57.). Die Iren fahren damit zum ersten Mal seit der WM 2002 zu einem Großereignis. Bei einer EM waren die Iren seit 1988 nicht mehr dabei.

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(Bild: KMM)



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