Mit der drittgrößten Photovoltaikanlage des Landes als „Stufe 1“ - Betriebsstart ist noch heuer - setzt sich die Kärntnermilch den Ausstieg aus Gas als Ziel. Eine Biomasse-Anlage folgt dann als „Stufe 2“.
Wenn aus der „weltbesten Rohmilch“, die von den etwa 1000 „Kärntnermilch-Bauern“ in die Genossenschaftsmolkerei nach Spittal geliefert wird, Käse- und Milchspezialitäten entstehen, dann wird gepumpt, gerührt, erhitzt, gekühlt, gebürstet, gewendet, gereift, verpackt, transportiert, geliefert. Und all das braucht Energie.
Etwa 10 Megawatt werden als Strom benötigt, noch mehr in Form von Gas. Und das ließ in der durch den Ukrainekrieg (mit)ausgelösten Energiekrise die Kosten für die Produktion geradezu explodieren. Doch schon zuvor waren in der Molkereiführung unter Direktor Helmut Petschar und Obmann Albert Petschar Ideen gereift, wie in Zukunft unabhängiger Energie beschafft werden kann. Die Krise drückte dann nur noch einmal auf das Gaspedal.
Kärntens Landes-Energieversorger Kelag bot sich dabei dann als strategischer Partner an. Und nach nur wenigen Monaten intensiver Planungs- und Vertragsarbeit konnte die „Stufe 1“ fixiert werden: Die Kelag errichtet über ihr Tochterunternehmen PVI-GmbH eine Anlage mit knapp 3000 Modulen auf Dächern und im Freiland, die 13 Prozent des benötigten Molkereistroms liefern wird. „Klingt vielleicht nicht viel, ist aber ideal, weil der Strom nicht eingespeist, sondern vor Ort verbraucht wird“, so Kelag-Vorstand Manfred Freitag.
Sebastian Schuschnig, ab heute Energiereferent des Landes, sieht das Projekt richtungsweisend: „Wir wollen deutlich mehr Tempo in die Energiewende bringen.“ „Stufe 2“ wird in Kürze in Angriff genommen: ein Biomassewerk, wie Obmann Albert Petschar verrät.
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