Gute Vorzeichen. Zumindest die Kulisse erinnert an einen europäischen Fußball-Klassiker. Zum 339. Mal prallen Rapid und die Wiener Austria im Derby aufeinander, 26.000 Zuschauer garantieren heute in Hütteldorf eine fesselnde Gänsehautstimmung.
Die Grün-Weißen haben lediglich ein Ziel: Seit der Eröffnung des Allianz-Stadions konnte Rapid noch nie daheim gegen die Violetten gewinnen, nach zehn Negativerlebnissen in Serie sollte dieser Fluch ein Ende finden.
Die Austria hingegen hat gravierendere Sorgen. Wieder einmal wurde dem Traditionsklub in erster Instanz die Bundesliga-Lizenz verweigert, vor allem beim Anhang aus Favoriten sitzt der Schock tief. Über 60 (!) Millionen Euro Schulden, ein kapitaler Imageverlust, ein groteskes Krisenmanagement. Anstatt mit Demut an die Öffentlichkeit zu gehen, prüfen die Austria-Bosse rechtliche Schritte gegen das Bundesliga-Urteil. Worte, die für viele Wirtschaftstreibende, die mit ihren Betrieben ums Überleben kämpfen, wohl wie ein Hohn klingen ...
Das Team übertüncht mit soliden Leistungen das Chaos. Matthias Braunöder & Co. bleiben konzentriert, die finanziell mehr als angespannte Situation soll keinen Einfluss auf das Derby nehmen. Kaum vorstellbar, wie groß die Euphorie ums Wiener Derby sein könnte, wenn es bei beiden Klubs sportlich und wirtschaftlich passen würde, um den Titel zu spielen.
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