Mo, 20. August 2018

Er wollte einen Job

31.08.2011 12:29

Vereinbarung nicht eingehalten? Palme klagt den SK Sturm

Heinz Palme, Koordinator der Bundesregierung für die EURO 2008 und Berater der Gastgeber der WM 2010 in Südafrika, hat gegen Sturm Graz beim Landesgericht Graz Klage eingereicht. Der Grund: Palme hätte eigenen Angaben zufolge Geschäftsführer von Sturm Graz werden sollen. Eine angeblich bereits konkrete mündliche Vertragsvereinbarung sei vom Verein letztlich aber nicht eingehalten worden. Sturm-Präsident Gerald Stockenhuber will davon nichts wissen.

"Wir haben uns am 23. März mündlich in allen Vertragspunkten über eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit geeinigt", begründete der verhinderte Geschäftsführer. Palme betrachtet die Einigung, die auch schon in schriftlicher Form vorgelegen sei und in der nur noch kleine Detailfragen zu klären gewesen wären, als "aufrechte Vereinbarung, die nicht eingehalten wurde".

Er fühle sich jedenfalls im Recht. Trotz mehrmaligen Kontaktes und regen Schriftverkehrs habe sich der SK Sturm nicht bewegt. Deshalb schaltete Palme jetzt seinen Anwalt ein, um bisher anstehende Leistungen auf gerichtlichem Weg einzuklagen.

Gespräche wegen "interner Probleme" beendet
"Es tut mir persönlich leid, weil es taugt mir selbst nicht, wenn man Gerichte einschaltet. Das macht keinem Beteiligten Spaß, und außerdem interessiert es keinen Fußball-Fan", meinte der 52-Jährige zu seinem Schritt. Vier Präsidiumsmitglieder seien bei der Vereinbarung, die einen Fünfjahresvertrag mit dreijährigem Kündigungsverzicht beider Seiten beinhaltet haben soll, anwesend gewesen. Zweieinhalb Wochen nach der Einigung sie ihm von den Grazern allerdings mitgeteilt worden, dass es "interne Probleme" gegeben habe und die Gespräche nicht fortgesetzt würden.

Palme, der insgesamt 21 Jahre für den ÖFB tätig war, habe aber nach der Einigung bereits Projekte in den Emiraten und Brasilien abgesagt, um sich zu 100 Prozent auf die neue Aufgabe als Geschäftsführer des SK Sturm zu konzentrieren.

Sturm-Präsident wortkarg
Seit damals habe er, Palme, auf seine Anfragen und Briefe immer wieder dieselbe Antwort erhalten: Es gebe keinen Vertrag, und daher seien auch keine Forderungen zu stellen. Sturm-Präsident Stockenhuber will sich zu der Causa lieber nicht äußern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker
Serie A
Fehlstart für Inter gegen Sassuolo
Fußball International
Wickens im Spital
Horror-Crash überschattet IndyCar-Serie
Motorsport
Deutscher Cup
Trimmel mit Eigentor, Gladbacher Rekordsieg
Fußball International
Zoff wegen Doku
Fehlende Klasse? Guardiola antwortet Mourinho!
Fußball International
Deutsche Bundesliga
Nürnberg holt japanischen Teamspieler Kubo
Fußball International
Premier League
Manchester United blamiert sich bei Underdog
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.