Schönste Wanderrouten

Hoch hinaus mit der Panoramabahn in Brand

Vorarlberg
10.02.2023 15:25

Der Parpfienz-Weg führt durch die herrliche Berglandschaft im Brandnertal. Zum Ausgangspunkt der Wanderung auf knapp 1700 Metern Höhe geht es mit der Panoramabahn.

ie Gemeinde Brand liegt auf über 1030 Metern Höhe am Bach Alvier. Der Ort ist im Westen, Süden und Osten von den Gipfeln des Rätikon umgeben - rund 45 Prozent der Gemeindefläche befinden sich im alpinen Bereich. Wie viele Ortschaften im Vorarlberger Oberland geht auch Brand auf die Ansiedelung von Walsern im 14. Jahrhundert zurück. Damals ließen sich insgesamt zwölf Familien in dem vorher schon von Nenzing aus zur Alpwirtschaft genutzten Hochtal nieder. Im Jahr 1347 wurde der Ort das erste Mal urkundlich erwähnt.

Hier kann man die Ruhe der Natur genießen. (Bild: Bergauer)
Hier kann man die Ruhe der Natur genießen.

Zunächst war Brand der Gemeinde Bürs angegliedert - daher musste einmal jährlich ein Pachtzins abgeführt werden. Erst ab 1727 gab es eine eigene Pfarrei. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gewann der Tourismus in der kleinen Ortschaft zunehmend an Bedeutung und ist bis heute prägend. Von 1951 an wurden Bergbahnen und Skilifte gebaut. Zuletzt wurde 2010 die Palüdbahn errichtet, als Ersatz für den in die Jahre gekommenen Sessellift. Durch den Bau der Panoramabahn zum Burtschasattel im Jahr 2007 kam es zum Zusammenschluss des Skigebiets Brand mit jenem der Nachbargemeinde Bürserberg. Die Kabinen der Bahn schweben durchaus spektakulär bis zu 210 Meter über dem Talgrund des Mühlitobels.

Infos zur Wanderung

Typ: gemütliche Winterwanderung
Dauer: zwei bis drei Stunden (hängt davon ab, ob man zur Talstation läuft oder mit der Bahn fährt)
Ausgangspunkt: Bergstation Panoramabahn, Brand
Ausrüstung: winterfeste, knöchelhohe Schuhe mit guter Profilsohle bzw. Schneeschuhe, Winterkleidung im Schichtprinzip, Sonnenschutz, eventuell Wanderstöcke und Getränk
Einkehrmöglichkeit: Bergrestaurant Goona oder Bergrestaurant Frööd sowie diverse Möglichkeiten in Brand
Öffentliche Verkehrsmittel: Buslinie 580 ab Bludenz (z. B.: Bahnhof) bis Brand Dorfbahn

In wenigen Minuten auf 1700 Meter
Die Panoramabahn führt auch zum Ausgangspunkt der heutigen Tour. Von Brand aus geht es zunächst mit der Dorfbahn bis zur Bergstation. Von dort wird in die Panoramabahn umgestiegen, die am Burtschasattel auf rund 1700 Metern endet. Gleich beim Ausstieg weisen Schilder zum präparierten Winterwanderweg. Die alpine Landschaft beeindruckt mit Ruhe und winterlicher Idylle. Der Schnee knirscht unter den Schuhen und die Sonnenstrahlen lassen Schneekristalle glitzern. Zu Beginn mögen einem die Temperaturen in dieser Höhe noch eisig vorkommen, doch das Gebiet ist sonnendurchflutet und die Bewegung sorgt zusätzlich für Wärme. Es empfiehlt sich also, Kleidung im Schichtprinzip zu tragen und sich mit Sonnenschutz einzucremen.

Der Wanderweg verläuft zunächst im sachten Auf und Ab in Richtung Parpfienzsattel/Faregg. Nach einigen hundert Metern gelangt man zu einer Weggabelung, bei der ein kleiner Unterstand steht. Rechts geht es in Richtung Bürserberg, links führt der Winterwanderweg in einem großzügigen Bogen zur Inneren Parpfienzalpe. Dabei bietet sich einem ein schier fantastischer Panoramablick. Auf der gegenüberliegenden Seite sind u. a. der Seekopf (2698 m), die Schesaplana (2965 m), die Zimba (2643 m) und die Brandner Mittagsspitze (2557 m) zu sehen. All die imposanten Riesen sind überzogen mit einer glänzenden weißen Schneeschicht. Das Blau des Winterhimmels lässt die Bergspitzen so richtig zur Geltung kommen.

Im Brandnertal kann man sich im Winter auf den Pisten austoben. (Bild: Bergauer)
Im Brandnertal kann man sich im Winter auf den Pisten austoben.

Bald geht es nun sanft bergab und die Skipiste rückt ins Blickfeld. Ein Stück weit führt der Weg parallel dazu, zweigt dann aber zur Alpe ab. Dort liegt alles noch in Winterruhe, der Kuhstall ist verwaist, die Fensterläden sind geschlossen. Aber zwei Holzbänke laden zu einer kurzen Rast in der Sonne ein.

Fakten zur Panoramabahn

Die Panoramabahn in Brand wurde 2007 errichtet und überspannt auf einer Strecke von 1584 Metern ein ganzes Tal. Dabei schwebt sie teilweise bis zu 210 Metern über dem Boden des Mühlitobels. Die Bergstation liegt auf knapp 1700 Meter am Burtschasattel und verbindet die zwei Skigebiete Brand und Bürserberg. Bei der Panoramabahn handelt es sich um eine Großkabinen-Pendelbahn, die immerhin bis zu 800 Personen pro Stunde befördern kann. Die Talstation der Panormabahn liegt direkt zusammen mit der Bergstation der Dorfbahn sowie der Gulmabahn.

Feiner Einkehrschwung
Den Sommer über können Wanderer auf der Parpfienzalpe einkehren und die hausgemachten Produkte genießen. Spezialitäten des Hauses sind Sauerkäse und Lorenzitaler Alpkäse. Wer im Winter unterwegs ist, der hat die Möglichkeit, bei der Bergstation der Dorfbahn einzukehren. Von der Alpe ist es nicht mehr weit bis dorthin. Die Route führt kurz durch den Wald, den man schließlich vis á vis der Bahnstation verlässt. Beim Queren der Piste ist Vorsicht geboten, den Skifahrer und Wanderer treffen hier aufeinander. Nun kann man bequem mit der Bahn zurück ins Tal fahren oder aber man beschließt, nach einer kleinen Stärkung dem Weg bis nach in Brand zu folgen.

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