25.01.2023 14:25 |

Holt Kronplatz-Double

Shiffrin verhindert mit „84er“ Sensationssieg

US-Skistar Mikaela Shiffrin hat ihre Weltcup-Rekordmarke gleich bei erster Gelegenheit am Mittwoch auf 84 Siege verbessert. Die 27-Jährige carvte auch im zweiten Kronplatz-Riesentorlauf am schnellsten und gewann bei prächtigen Bedingungen überlegen vor der Norwegerin Ragnhild Mowinckel (+0,82 Sek.). Sie wäre eine absolute Sensationssiegerin gewesen, datiert ihr letzter Sieg im RTL doch auf März 2018. Dritte wurde die Schwedin Sara Hector (1,19). Für die Österreicherinnen setzte es mit Julia Scheib als bester Läuferin auf Platz elf eine weitere Schlappe.

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Diese fiel für die WM-Dritte Katharina Liensberger an der 28. Stelle wieder besonders deftig aus. Shiffrin steuert hingegen nach ihrem bereits zehnten Saisonerfolg unaufhaltsam auf die Allzeitrekordmarke von Ingemar Stenmark zu. Nachlegen und im Idealfall mit dem Schweden (86 Siege) gleichziehen kann sie bereits am Wochenende bei einem Slalom-Doppel in Spindleruv Mlyn (CZE). Die Frauen-Bestmarke hatte sie sich bis Dienstag mit ihrer Landsfrau Lindsey Vonn geteilt.

Der neuerliche Erfolg sei nach vielen Terminen und einer unruhigen Nacht hart erarbeitet gewesen. „Ich war so müde, das hat es mir heute schwer gemacht. Wenn ich müde bin, mache ich Fehler, das wollte ich vermeiden. Zum Glück wurde es aber ein sehr guter erster Lauf, und im zweiten habe ich gutes Vertrauen gehabt. Ein unglaublicher Tag“, sagte Shiffrin im ORF-Interview. Bis zum Wochenende wolle sie sich gut erholen. Dann sei möglicherweise auch der Stenmark-Rekord schon vor der WM fällig. „Das ist theoretisch möglich, ich werde morgen trainieren und mich erholen und dann schauen, ob ich meine Energie auf die Slalomski bringe. Ich freue mich schon auf Spindler.“

Hier das Ergebnis:

Im zweiten Kronplatz-Rennen raste Shiffrin zu ihrem 19. Sieg im Riesentorlauf. Damit fehlt ihr nur noch einer auf die diesbezügliche Rekordhalterin Vreni Schneider. Deren Schweizer Landsfrau Lara Gut-Behrami musste sich nach Platz zwei am Vortag mit Rang fünf begnügen. Dadurch verlor sie die überlegen vor ihr führende Shiffrin in der Weltcup-Gesamtwertung noch weiter aus den Augen. Auch im RTL-Klassement liegt die US-Amerikanerin deutlich vor Gut an der Spitze.

Während Liensberger im zweiten Rennen nach dem Abgang ihres Coaches Livio Magoni die nächste Pleite kassierte, gelang Scheib nach Rang zwölf am Dienstag erneut ihr bisher bestes Weltcup-Ergebnis. Glücklich war sie damit aber nicht. „Ich bin mit dem zweitem Durchgang gar nicht zufrieden, ich bin ziemlich angefressen. Aber ich versuche, das Gute mitzunehmen“, meinte die Steirerin.

Hier die besten Bilder:

Scheib begeistert
Ricarda Haaser wurde 16., noch weiter zurück lagen jenseits der besten 20 Franziska Gritsch, Elisabeth Kappaurer und Elisa Mörzinger. Im Finale nur noch Zuschauerinnen waren außerhalb der Top 30 Katharina Truppe, Ramona Siebenhofer, Stephanie Brunner und Nina Astner.

Österreichs Frauenrennsportleiter Thomas Trinker gratulierte Shiffrin („Es ist unglaublich, was sie abliefert“) und sprach von teilweise guten Leistungen seines Teams. „Großes Kompliment an Julia Scheib. Sie ist dran, ich glaube, da sehen wir noch mehr.“ Insgesamt sieht er seine krisengeschüttelte Truppe auf einem guten Weg. „Sie analysieren viel und arbeiten an ihren Schwächen.“ Er sei zuversichtlich, dass alles in die richtige Richtung gehe. Auf Liensberger trifft das derzeit nicht zu. Die Vorarlbergerin habe insbesondere den zweiten Durchgang verbremst. „Es kann aber schnell gehen, dass man das Ruder herumreißt. Daran arbeiten wir weiter“, sagte Trinker.

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