„Strategische Partner“

Chinas Staatschef empfing Ex-Präsident Medwedew

Ausland
21.12.2022 11:59

Während der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in die USA reist, absolviert auch die russische Führung einen hochrangigen Besuch bei einer anderen Weltmacht. Dmitri Medwedew, Ex-Präsident und Chef der Kremlpartei „Geeintes Russland“, traf mit Chinas Präsident Xi Jinping zusammen. Beobachter deuten diese Aufwertung Medwedews als Zeichen für eine mögliche Rolle bei der Suche nach einem Nachfolger für Kremlchef Wladimir Putin, sollte dieser zurücktreten.

„Es waren äußerst nützliche Gespräche“, meinte Medwedew, der Vizechef des russischen Sicherheitsrates ist, nach seinem Gespräch in seinem Telegram-Kanal. Es sei dabei um die bilaterale Zusammenarbeit, ein Zusammenwirken der Regierungsparteien, aber auch die internationale Politik, darunter den Konflikt in der Ukraine gegangen, teilte der 57-Jährige mit.

Xi drängt auf Verhandlungen mit Ukraine
Xi äußerte laut staatlichen Medien bei seinem überraschenden Treffen mit Medwedew die Hoffnung, dass in der Ukraine-Krise alle Beteiligten Zurückhaltung übten. Xi habe Medwedew zudem gesagt, dass Sicherheitsbedenken politisch gelöst werden sollten, meldet die Nachrichtenagentur Xinhua weiter.

Deutliche Aufwertung: Dmitri Medwedew vertrat Wladimir Putin in Peking. (Bild: APA/AFP/Sputnik/Yekaterina SHTUKINA)
Deutliche Aufwertung: Dmitri Medwedew vertrat Wladimir Putin in Peking.

Medwedew ist als Chef der Kremlpartei „Geeintes Russland“ zumindest auf parteipolitischer Ebene in etwa Xi Jinping als Führer der Kommunistischen Partei in China gleichgestellt. Allerdings sind die politischen Vollmachten des russischen Ex-Präsidenten - im Gegensatz zu seinem Gastgeber in Peking - begrenzt.

Deutliche Aufwertung für Medwedew
Medwedew galt während seiner Amtszeit von 2008 bis 2012 als verhältnismäßig liberaler und prowestlicher Vertreter der Obrigkeit. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine versucht er hingegen, sich als Hardliner zu profilieren. Beobachter vermuten, dass sich Medwedew mit diesem Imagewechsel wieder größeres politisches Gewicht verschaffen will - und perspektivisch als möglicher Nachfolger Putins ins Gespräch bringt. Der Empfang bei Xi Jinping bedeutet für ihn eine deutliche Aufwertung.

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