Blick in Vergangenheit

Hier steht eine Schulklasse aus der Kaiserzeit

Kärnten
13.12.2022 12:00
Tintenfässer, Rechenschieber, 100 Jahre alte Schulhefte und der wohl kleinste Bleistift der Welt – hier wird der Schulalltag von anno dazumal lebendig.

Wahre Schätze aus knapp 200 Jahren Schulgeschichte werden nach wie vor in Klagenfurt gesammelt, aufbereitet und in der alten Lidmanskyschule ausgestellt. Während der Corona-Pandemie wurde dort ein kleines, aber dafür umso spannenderes Museum eingerichtet, das nun darauf wartet, geweckt zu werden.

Einblick in soziale Verhältnisse 
Liebevoll aufbereitet werden die alten Schulbänke, Schaubilder, Reliefs, Hefte, Tierpräparate, Schultaschen und Lehrmittel von Daniela Obiltschnig, sie ist ebenfalls Historikerin und seitens des Magistrates für das Museum zuständig: „Initiator war Hans-Jörg Gallob von der Bildungsabteilung. Er sammelte den Großteil der Exponate, die uns heute nicht nur zeigen, wie der Schulalltag in der Vergangenheit aussah, sondern auch Einblicke in die Gesellschaft und die sozialen Verhältnisse der damaligen Zeit liefern.“

Schulklasse aus der Kaiserzeit 
So ist in der Lindmanskeygasse sogar eine Klasse eingerichtet, wie sie zu Zeiten von Kaiser Franz Josef aussah - Lichtverhältnisse inklusive. „Ein Klagenfurter hat uns sogar eine noch gefüllte Schultasche seiner Ururgroßmutter aus dem Jahr 1872 zur Verfügung gestellt. Sie gleicht einer Zeitkapsel“, schwärmt Oblitschnig, die dankbar für historische Schulgegenstände ist. 

Wertvoller historischer Schatz
„Wir sitzen auf einem wertvollen historischen Schatz, von dem nur ein kleiner Teil in der alten Lidmanskyschule ausgestellt ist. In insgesamt fünf Depots lagern Tausende Ausstellungsstücke“, sagt Kulturstadtrat und Historiker Franz Petritz, der dafür kämpft, Räumlichkeiten für die Schulgeschichte zu finden. Denn die Lager werden bald zu klein und sind im gesamten Stadtgebiet verteilt.

Touristischer Mehrwert
Finanzreferent Vbgm. Philipp Liesnig unterstützt das Vorhaben: „Diese Einrichtung hat auch einen touristischen Mehrwert. Ein zentraler Ort, der Ausstellungsflächen und Lager vereint, wäre deshalb optimal. Wir werden versuchen, das Museum im laufenden Stadtbetrieb zu integrieren. So werden auch Mehrkosten vermieden.“

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