Trotz heftiger Kritik am Veranstalterland zieht die Fußballweltmeisterschaft die begeisterten Fans rund um den Globus seit mehr als einer Woche in ihren Bann. Doch „Foul-Spiel“ wird genauso auf dem Arbeitsplatz streng geahndet.
Endlich wieder ein Großereignis auf dem grünen Rasen! Wenngleich der Wüstenstaat Katar einer der umstrittensten Gastgeber der Fußballgeschichte ist und Alaba, Arnautovic & Co. die Teilnahme verpasst hatten, so fiebern dennoch hierzulande viele Fans mit den weltbesten Teams mit.
Nicht heimlich fernsehen
Die Begeisterung kennt mitunter keine Grenzen. Diese Leidenschaft für das runde Leder teilt jedoch nicht jeder, schon gar nicht im Job. Was ist erlaubt und was gar nicht? „Keinesfalls die Fußball-WM heimlich im Büro schauen. Am besten ist, offene Fragen vorab mit dem Chef abzuklären“, rät Mario Popovits, Jurist der Arbeiterkammer.
Prinzipiell gilt: Wenn der TV-Konsum im Betrieb gestattet ist, dürfen die Beschäftigten auch die WM-Übertragung nebenbei laufen lassen, sofern die Arbeit nicht darunter leidet. Werden jedoch die Spiele hinter dem Rücken des Vorgesetzten per TV oder Internet-Stream mitverfolgt, könnte der Job wackeln. Dasselbe gilt fürs Radio. „Ist die Privatnutzung des Internets erlaubt, so dürfen Arbeitnehmer die Ergebnisse der Matches auch online abrufen“, ergänzt Popovits.
Match und Bier?
Wie steht es mit dem Genuss von Bier während einer hochbrisanten Partie? Beim Alkoholkonsum gibt es laut Arbeiterkammer für die WM freilich keine Ausnahmen gegenüber geltenden Vereinbarungen. Besteht ein Alkoholverbot im Betrieb, dann müssen sich die Mitarbeiter genauso während eines Matches daran halten.
Oft ist der Umgang mit Bier, Wein oder Hochprozentigem im Unternehmen in einer Betriebsvereinbarung geregelt.
AK-Jurist Mario Popovits
Mittagspause als Schlupfloch
Chefs können Alkoholgenuss während der Dienstzeit aber sogar mittels Weisung untersagen - egal, ob die Beschäftigten an der Werkbank stehen oder in der Videokonferenz vor dem Computer sitzen. Ein kleines Schlupfloch: die Mittagspause für die 11-Uhr-Spiele.
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