Primetals-Forscher

Für die grüne Stahlzukunft wird „im Dreck gewühlt“

Oberösterreich
14.11.2022 14:00

Ein bei Anlagenbauer Primetals in Linz entwickeltes Verfahren auf Basis Wasserstoff soll wichtigen Beitrag zum Wandel in der Industrie leisten. Zuletzt gab’s dafür den Landespreis für Innovation, der ein zusätzlicher Ansporn ist, die Zukunft mitzugestalten.

Den Energieeinsatz drastisch reduzieren, die Emissionen ebenfalls deutlich senken - das alles muss grüner Stahl können, in dessen Entwicklung die Stahlindustrie Milliarden investieren wird.

Und Primetals will bei diesem Wandel eine gewichtige Rolle spielen: Der Anlagenbauer entwickelte in Linz eine Technologie namens HYFOR, bei der erstmals im Direktreduktionsverfahren feinstkörnige Eisenerze ohne aufwändige Vorverarbeitung verwendet werden können - und das auf einer Basis von 100% Wasserstoff, der Kohle ersetzen würde.

Seit 2016 tüftelt Primetals schon an jenem Verfahren, das von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), Umweltförderung Kommunalkredit Public Consulting (KPC) und dem metallurgischen Kompetenzzentrum K1-MET unterstützt wird. Außerdem packt der Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie an der Montan-Uni Leoben wesentlich mit an.

Bereits 33 Versuche durchgeführt
Die Stadt in der Steiermark spielt sowieso eine große Rolle bei der Entwicklung von HYFOR: Schließlich läuft hier auch seit April 2021 die Pilotanlage, an der bereits 33 Versuche gemacht wurden. „Wir führen die selbst durch - da gehts darum, im Dreck zu wühlen“, so Bernhard Hiebl, der Teil des Projektteams ist.

2024 soll der erste industrielle Prototyp in Betrieb gehen, für 2027 ist die erste Großanlage geplant.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).



Kostenlose Spiele