Heute wird der Ski-Winter mit dem Riesentorlauf-Klassiker auf dem Gletscher in Sölden eröffnet. Der Tiroler Manuel Feller hat eine beschwerdefreie Vorbereitung hinter sich: „Ich fühle mich so jung und fit wie lange nicht.“
„Heuer gibt es keine Ausreden. Ich bin topfit, es liegt nur an mir“, stellt Manuel Feller klar. Erstmals seit Jahren hat der seit kurzem 30-Jährige einen beschwerdefreien Sommer hinter sich, durchtrainiert - und sich dabei sogar der Herausforderung beim Innsbruckathlon (11 Kilometer laufen + 25 Hindernisse) gestellt. „Ich fühle mich so jung und fit wie lange nicht, es macht momentan richtig Spaß.“ Soll es auch heute beim Auftakt in Sölden. Wo der Fieberbrunner noch nie besser als 12. war. „Es ist jedes Jahr aufs Neue eine coole Herausforderung hier.“
Den Feinschliff holte er sich im Zillertal: „Da hatte ich knackige Einheiten im Steilen, das habe ich gebraucht.“ Druck verspüre er keinen. Auch wenn er sich mit drei Podestplätzen und Rang drei im Diziplinenweltcup in der Vorsaison die Latte für heuer hoch gelegt hat. „Letztes Jahr konnte ich befreiter drauflosfahren, weil niemand etwas erwartet hat. Heuer sind die Ansprüche natürlich schon höher.“
Kein Biegen und Brechen
Nach den Ausfällen von Stefan Brennsteiner und Roland Leitinger ruhen die Hoffnungen der fast 15.000 Fans, darunter auch Familie (Kinder Lio & Laila bleiben daheim) und Freunde von Feller, heute speziell auf dem Tiroler. Der in der Vorbereitung den Fokus bisher rein auf den Riesentorlauf gelegt hat, noch keinen Tag Slalom trainierte. „Es sind vielleicht mehr Augen auf mich gerichtet. Aber ich muss sowieso auf mich selbst schauen.“
Trainer Marko Pfeifer verteilt den Druck auf mehrere Schultern: „Wir haben eine schlagkräftige Mannschaft, wo mehrere weit nach vorne fahren können.“ Zufrieden wäre Feller, wenn er sein bestes Sölden-Resultat holt: „Dann wäre es ein gelungener Start.“ Aber „alles, was weiter vorne ist, nehme ich gerne mit und wäre auch für die Fans cool“.
Der Traum vom ersten Sieg in einem Riesentorlauf ist da. Aber: Erzwingen könne man nichts, die Erfahrungen haben ihm gezeigt: „Siege müssen passieren, auf Biegen und Brechen geht’s nicht.“
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